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Ober-Röder Verlag gibt Fachmagazin für Filterspezialisten heraus: Technik für alle Lebensbereiche

Ober-Roden (lö) - Rund 6500 Manager und Ingenieure, die sich auf Filtertechnik spezialisiert haben, lesen alle zwei Monate eine Fachzeitschrift aus Ober-Roden. Sie heißt „Filtern und Separieren“ (F&S), ist das einzige Magazin dieser Art in deutscher Sprache und feiert ihren 25. Geburtstag.

Weltweit gibt es gerade einmal drei Fachzeitschriften auf diesem Gebiet. Herausgegeben wird F&S von Eckhard von der Lühe. Den 51-Jährigen kennen die meisten Rödermärker durch seine kommunalpolitische Arbeit: Er ist Vorsitzender der Anderen Liste und vertritt seine Partei im Stadtparlament.

„Filtern und Separieren“ wird nur von Fachleuten gelesen, obwohl diese Technik aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist. In der Trinkwasseraufbereitung, der Abwasserreinigung, in der Umwelttechnologie und in unendlich vielen chemischen und pharmazeutischen Prozessen, aber auch in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie oder der Energietechnik, in der Produktion sowie in der Automobilindustrie werden Filter und Separatoren vielfach eingesetzt. Alleine in einem normalen Auto findet man Ölfilter, Benzinfilter, Luftfilter, Rußpartikelfilter bei Dieselmotoren oder auch Innenraumfilter, die den Anforderungen an das Fahrzeug und den Umweltauflagen gerecht und entsprechend ausgelegt werden müssen. Kläranlagen würden ohne den Einsatz von unterschiedlichsten und aufeinander abgestimmten Filtrations- oder Trennverfahren überhaupt nicht funktionieren. Selbst CDs könnten wir nicht abspielen, wenn Filter nicht für absolut reine Luft in den Produktionsstätten sorgen würden.

„Für mich stehen in der Zeitschrift häufig mathematische Formeln und Gleichungen, die mir wie Hieroglyphen vorkommen“, gibt der Herausgeber zu. Denn nach dem Abitur 1980 in Seligenstadt studierte er Germanistik und arbeitete als freier Journalist auch für unsere Zeitung. Mitte der achtziger Jahre sagte von der Lühe der Uni Lebewohl und wurde als Quereinsteiger Anzeigenleiter eines Fachblattes. Später wechselte er zum Brönner-Verlag, wo er unter anderem das 1987 gegründete Fachblatt F&S betreute.

Als das 1999 zum Verkauf stand, griff Eckhard von der Lühe zu. 280.000 Mark musste er hinblättern. „Das war eine mehr als mutige Entscheidung, weil gerade unser drittes Kind geboren wurde“, meint er beim Blick zurück. Doch die Bank gewährte ihm den Kredit. Außer der deutschen F&S gibt von der Lühe einmal im Jahr die „F&S international edition“ in englischer Sprache heraus. Das „Welt-Handbuch der Filtrations- und Separationsindustrie“, ein kiloschwerer 40-Seiten Wälzer mit allen wichtigen Adressen, erscheint alle zwei Jahre in seinem VDL-Verlag und ist einzigartig auf unserem Globus.

Quelle: op-online.de

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