Schiris ließen Karten stecken

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Der Fair Play-Beauftragte des Hessischen Fußballverbandes, René Hirsch aus Urberach (links), und HFV-Vizepräsident Torsten Becker (rechts) zeichneten unter anderem das Verbandsligateam der TS Ober-Roden als eine der elf fairsten hessischen Fußballmannschaften der zurückliegenden Saison aus. Ralf Mieth und Jürgen Neumann vom TS-Fußballvorstand sowie die Spieler Niklas Kessler und Niklas Stenglein waren die TS-Vertreter bei der zentralen Ehrungsfeier.

Ober-Roden - Die Fußballer der Turnerschaft Ober-Roden haben in der vergangenen Saison so wenig rote und gelbe Karten kassiert wie keine andere Mannschaft in der Verbandsliga. Der Hessische Fußballverband (HFV) belohnte die TS mit einem Fair- Play-Preis.

Die Ehrung übernahm der Fair-Play-Beauftragte René Hirsch vom FC Viktoria Urberach zusammen mit dem HFV-Vizepräsidenten Torsten Becker. Bevor die Fußballerinnen und Fußballer aus elf Ligen Urkunde und Präsent entgegennahmen, stellte Becker, der auch Vorstandsmitglied der Sozialstiftung des Hessischen Fußball ist, die besondere Bedeutung der Fair-Play-Wertung heraus. Er betonte, dass gerade in Zeiten verstärkter Diskussionen über Gewalt im Fußball Teams und Vereine besonders herausgehoben werden müssten, die durch Fairness und Sportsgeist überzeugen.

„Fair Play, Integration und Toleranz sind grundlegende Bestandteile unseres Sports“, sagte auch René Hirsch. Besonders erfreut zeigte sich Hirsch, dessen Projekt „Fair Play am Spielrand“ 2010 mit dem DFB-Sonderpreis ausgezeichnet wurde, darüber, dass Fair Play mit sportlichem Erfolg einhergeht. Bei den Herren fiel Hessenligist FSV Fernwald nach 2011/12 erneut durch faires Verhalten auf, in der Verbandsliga war dies die TS Ober-Roden. In der Gruppenliga konnte sich der FC Ederbergland II nicht nur über Meisterschaft und Aufstieg, sondern auch über den Fair-Play-Preis freuen.

Erfolgreich und fair waren auch die Damen des SV Gläserzell, die als Meister der Hessenliga künftig in der Regionalliga Süd kicken, die Spielerinnen des SVP Fauerbach in der Verbandsliga sowie der Frauen-Gruppenligist ESV Hönebach, der sich für den Ehrungsabend entschuldigt hatte. Im Juniorenbereich sprach sich die Fair-Play-Wertung zugunsten der A-Junioren des FV Bad Vilbel, der B-Junioren des SV Darmstadt 98 und dem C-Jugend-Team des KSV Hessen Kassel aus. Bei den jungen Fußballerinnen freuten sich die B-Juniorinnen des VfR 07 Limburg sowie die C-Juniorinnen der Frankfurter Eintracht über den Preis.

Dass es leider nicht immer so fair zugeht, zeigen jüngste Vorkommnisse.

(chz)

Quelle: op-online.de

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