Fastnachter geben in der Pandemie nicht klein bei

Rödermark: Fast 700 Orden lindern den Corona-Frust

Von närrischer Solidarität zeugt der Fastnachtsorden von TG und TS.
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Rödermark: Von närrischer Solidarität zeugt der Fastnachtsorden von TG und TS Ober-Roden.

Diese Resonanz hatten die Macher in Rödermark nicht erwartet. Der gemeinsame Orden von Turngemeinde und Turnerschaft wurde zum begehrten Sammlerstück der Corona-Fastnacht. Vor ein paar Wochen saßen die Sitzungspräsidenten Sascha Reisert (TG) und Max Auth (TS) zusammen vor der Kamera und hatten die schwierige Aufgabe, die Veranstaltungen der Kampagne abzusagen.

Rödermark - Vor Wochen fiel eine Aussage der Sitzungspräsidenten Sascha Reisert (TG) und Max Auth (TS), die im Lauf der Zeit zum Mantra wurde: „Fastnacht sagt man nicht ab!“ Wenn schon nicht live gefeiert werden durfte, mussten die Karnevalisten andere Wege gehen.

Diese Durchhalteparole lebten beide Vereine und haben die närrische Zeit bestmöglich über soziale Medien in die Wohnzimmer gebracht. Höhepunkt war der gemeinsame „Gemeinsam-sind-wir-stark“-Orden. TG und TS verkauften knapp 700 Exemplare und sind allen Abnehmern entsprechend dankbar. „Als die Idee entstand, hätten wir nicht mit solch einem Zuspruch gerechnet“, freute sich Max Auth. Und sein Kollege aus der Mainzer Straße, Sascha Reisert, ergänzte: „Mit den Einnahmen aus dem Verkauf können beide Vereine das Loch, das die Pandemie in die Kassen gerissen hat, immerhin eindämmen.“

Von dieser besonderen Kampagne bleibt ein noch intensiverer Schulterschluss der befreundeten Vereine in Ober-Roden, der Vorfreude auf die Zukunft weckt. In der Hoffnung, dass 2022 wieder ein Stück Normalität in die Fastnacht zurückkehrt verbleiben TG und TS mit der klaren Botschaft: „Gemeinsam sind wir stark!“  (Michael Löw)

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