Frühaufsteher warteten schon um 8 Uhr vor der Kulturhalle

Fast jeder Dritte wählt bereits per Brief

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Im Gänsemarsch zum Wahllokal: Kerbburschen im Sonntagsstaat auf dem Weg in die Kulturhalle.

Rödermark - Rödermark hat gewählt – so wie die meisten der 61,5 Millionen wahlberechtigten Bundesbürger in den 299 Wahlkreisen haben am Sonntag 10 288 Bürger ihre Stimmen in einem der 21 Wahllokale abgegeben.

Dazu kommen 4 702 Briefwahlunterlagen – fast ein Viertel mehr als vor vier Jahren. Anders ausgedrückt: Fast jeder dritte Rödermärker hat per Brief gewählt. Bürgerbüro-Leiter Marco Jähner begründet das ganz einfach: „Der Trend geht bundesweit zu mehr Briefwahlen, wobei es natürlich mit daran liegt, dass diesmal das Interesse höher gewesen ist und die Briefwahl einfacher geworden ist. Im Gegensatz zu früher muss man keinen Grund mehr dafür angeben, weshalb man nicht den Weg zur Wahlkabine nimmt. “.

Entsprechend turbulent war am Freitag und Samstag der Großeinsatz im städtischen Wahlbüro: Die 21 Wahllokale wurden eingerichtet, die letzten der rund 200 Wahlhelfer berufen. Neben Partei- und Vereinsmitgliedern sowie Verwaltungsangestellten hatten sich auch Freiwillige gemeldet.

Am Sonntagmorgen ging alles seinen gewohnten Gang. „Um 11 Uhr hatten wir schon den 200. Wähler zu verzeichnen“, berichtete etwa Gerhard Schickel im Wahlbezirk Waldacker; davor waren schon überdurchschnittlich viele Wähler im Briefwahlergebnis enthalten.

In der Kulturhalle Ober-Roden herrschte bereits am Morgen Andrang: „Um 8 Uhr standen schon die ersten zehn Wählerinnen und Wähler da – wenn es so weiter gegangen wäre, hätten wir im frühen Nachmittag Schluss machen können“, schmunzelte Sabrina Rotter. Bunt ging’s auch zwischen den Wahllokalen zu. Da fuhren die 14 Ober-Röder Kerbburschen hoch auf dem Wagen am Traktor von Mechthilde Zöller und klapperten gemeinsam die Wahllokale ab, um ihre Stimmen abzugeben. Überall wurden sie mit amüsierten Blicken empfangen. Und wer selbst aus der Wahlkabine kam, konnte gleich weiter zur Kerb und dort über das erwartete Wahlergebnis fachsimpeln. Ab 18 Uhr gab’s denn auch beim Kerbverein im Dinjerhof und auf dem Marktplatz per TV-Übertragung die ersten Hochrechnungen.

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Im Vergleich zum bundesweiten Wahltrend gab es in Rödermark mehr Zweitstimmen für die FDP und weniger für die AfD. Bemerkenswertes Ergebnis bei den Erststimmen: CDU-Kandidatin Patricia Lips büßte in ihrer Heimatstadt die absolute Mehrheit ein und verlor fast zwölf Prozentpunkte an Zustimmung. (chz)

Quelle: op-online.de

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