Fastnacht 2013 beim KSV Urberach

Großes Kino auf Narrenbühne

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Moulin Rouge in Orwisch: Die „Ladykracher“ brachten mit ihrem prickelnden Tanz das Publikum gehörig in Wallung.

Urberach - Als zu Beginn der KSV-Fremdensitzungen Lars Löbig die Glocke schwang, rieben sich einige Stammgäste verwundert die Augen. Der „standardmäßige“ Sitzungspräsident und Protokoller Bastian Lamprecht schwirrt auf Weltreise herum.

Charmant assistiert wurde Aushilfs-Chef Löbig vom närrischen Orgateam „Gremlins“. Deborah Steiger, Ute Steiger, Manuela Lanzenstiel, Regina Martinez und Bianca Ehrt präsentierten ein buntes Programm – einmal am Samstagabend im proppenvollen Saal, einmal wetterbedingt etwas schwächer besucht am Sonntagnachmittag. Bühnengäste kamen aus Eppertshausen – das liebreizende Männerballett als etwas durchgeknallte Lady Gagas – und Ober-Roden: Das TS-Bubenballett hatte seine Premiere auf den KSV-Brettern und bestach mit viel tapsig Charme als spanische Tänzerinnen – die 15- bis 17-Jährigen wussten ihre Frauenrollen sehr herausfordernd auszuspielen.

Vom BSC kamen auch in diesem Jahr Maik Behrmann und Bernd Kosellek – als frischverheiratetes Paar. Und wer die Beiden Arm in Arm erlebte, weiß, warum viele Menschen heutzutage nicht heiraten... Erstmals beim KSV zu Gast waren die Rodauschiffer Martin Hofmann, Alfons Weckesser und Rudi Hagenauer mit der „Orwischer Äppelwoi Show 2013“ und viel handgemachtem Dialekt rund ums Stöffche.

Triviale Gags von Florian Althaus

Aus den eigenen Reihen und seit Jahren hier fest verwurzelt ist Florian Althaus mit seinen teils ganz trivialen Gags, teils tiefgründigen kleinen Abschweifungen zu seinem berufsbedingten Lieblingsthema: Schüler und Lehrer. Dass er aber auch kurz zuvor als einer der legendären „Jackson Five“ mit Unterstützung von Jan Wilde, Ann-Katrin Geis, Angela Ziegert und Franziska Althaus über die Bühne rockte, traut man dem eher behäbigen Körper kaum zu.

Doch Florian Althaus ist auch der männliche Solopart bei den KSV-All Stars. Auch in diesem Jahr ließen die über 25 jungen Tänzerinnen und er wieder gekonnt und quirlig die Hüften schwingen. Schwingende Hüften allein reichen bei den Garden nicht aus: Hier hat der KSV mit Mini und Big Garde sehr viel eigenes Kapital auf der Bühne, ebenso mit der Medi Gardi und erst recht natürlich mit den Maxis. Geduldige und kreative Trainerinnen haben ein breites Spektrum unterschiedlicher Altersklassen zu harmonischen Gruppen geprägt.

Ganz großes Kino im wahrsten Sinne, weil ein echter Augenschmaus, waren die „Ladykracher“, die das leicht verruchte Moulin Rouge aus Paris nach Orwisch mitgebracht hatten. Ihr sexy Tänze machten durchaus Lust auf mehr - Tänze natürlich. Das galt auch für die Montags.-Gymnastikfrauen, denn sie präsentierten das Thema Feuer optisch und bewegungstechnisch so intensiv, dass es fast schon knisterte im Saal.

Was wäre die Orwischer Fastnacht ohne schnatternde Frauen? In diesem Jahr übernahmen wieder Gertrude Hippenstiehl und Elli Wachtelmeier alias Helga Bender und Renate San Nicolas die „Typisch Frau!“-Rolle auf der Bühne: Ihre Probleme mit den Tücken der Technik eines PCs konnte so mancher bestens nachvollziehen.

Wer dann zuletzt mit seinen zwei Gickeln und der Mistgabel in den Saal einzog und aus seinen zwiespältigen Erfahrungen erzählte, war Peter Knapp. Als „Bauer Horst“ hatte er bei RTL eine Frau gesucht. Wer Glück hatte, verstand das echte Orwischerische und verpasste damit keinen Satz seiner mit Pointen gespickten Erzählung. Großes Glück für den KSV: eine Bläser-, Trommler- und Komödianten-Truppe wie „Spirit of Music“ in seinen Reihen zu haben – Andreas Inguanta und seine Jungs rissen wieder einmal alle Gäste von den Sitzen.

chz

Quelle: op-online.de

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