Stimmung in der „rod‘ Scheyer“

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Eine mitreißende Erinnerung an die Fußball-WM waren die „Mahädels“ der TS mit ihrer Interpretation von „Waving Flag“ und „Waka Waka“.

Ober-Roden (chz) ‐ Viele Männer, die Orden und Küsschen verteilten, und eine Frau, die etwas zu sagen hatte: Einem Gruppenbild mit Dame entsprach die Bühne in der „rod‘ Scheyer“, der TS-Halle, bei der Tanz- und Spaßsitzung. Die Elfer der Turnerschaft hatten diesmal die sitzungserfahrene Tina Köhl in die Mitte gesetzt.

Sie begann mit einer gehörigen lokalen Rundumschelte im Stile eines Protokolls, ehe sie dann doch dem Schönen im Leben Raum gab und eine lange Liste humorvoller und sehenswerter Bühnenauftritte ansagen konnte. Dabei standen die vielen Tanzgruppen im Vordergrund, die alle ihre Heimat in der TS haben oder auch hatten: Mit Wehmut wurde die Marschtanzgruppe „No Name“ nach 30 Jahren gemeinsamer Auftritte in den „Ruhestand“ verabschiedet. TS-Vorsitzender Peter Hubert ehrte sie nach ihrem letzten Michael-Jackson-Medley unter rauschendem Beifall in der vollen TS-Halle.

Hoffnungsvolle wie auch erfahrene eigene Tanzgruppen bleiben der TS aber auch in Zukunft erhalten, so etwa die mitreißenden „Mahädels“, die das Publikum mit ihrer quirligen Interpretation der WM-Sommerhits „Waving Flag“ und „Waka Waka“ begeisterten. Die „Splits“ brachten den „Fluch der Karibik“ neu auf die Bühne, eine rasante Mischung aus Jazztanz und Akrobatik. Mit Lady Gaga und Co. und einem charmanten Auftreten nahmen die „Candys” das Publikum gefangen. Diese Beschreibung trifft auch aufs letzte der TS-Balletts zu: Mit Nenas „99 Luftballons“ und Kim Wildes Version von „Born to be Wild” fegte das Männerballett samt seinen Neuzugängen Michi Walz, Christian Christ, und Andy Händler alles unter den Tisch, was je zuvor getanzt hatte.

Das Rödermärker Prinzenpaar, das als Überraschung noch kurz herein schneite, konnte sich davon überzeugen, und hielt sich schließlich zu den Klängen von „Aramsamsam“ oder „Sweet Caroline“, das Dennis Krumb und das Salonorchester des Musikvereins moderierte, selbst fit. Wie Denis Krumb kamen auch viele der Bütten-Höhepunkte aus der Nachbarschaft. Marcel Rupp von der TGS Jügesheim brachte gleich noch einen ganz Bus voller Rodgauer Fastnachter mit: Die wunderbaren Klänge der Guggemusik, die von den Gästen frenetisch um mehrere Zugaben gebeten wurden, begleiteten das Rodgauer Prinzenpaar Elisabeth I. und Matthias III.

Max Auth und Philipp Köhl als Max und Moritz

Und der Prinz wusste sich auch gleich in Rödermark recht einzubringen, indem er das Kloster Rotaha ansprach und dessen unklaren Ursprung für seinen Heimatort Nieder-Roden reklamierte.

Die Bänkelsänger um Norbert Rink brachten den Saal mit ihren Moritaten in Schwung, „Klo-Fraa Clothilde“ Lothar Pistauer aus Münster kalauerte vom stillen Örtchen, und Jutta Burkard und Jasmin Nürnberger vom Seligenstädter Heimatbund plauderten aus ihrer Studentenzeit.

Einziger TS-Nachwuchs: Max Auth und Philipp Köhl, die als Max und Moritz über ihre ewigen Taschengeldnot und andere Einkunftsquellen philosophierten. Sitzungspräsidentin Tina Köhl hatte soviel Mitleid, dass sie spontan ihre Geldbörse zückte, aber als Gegenleistung vier weitere Jahre in der Bütt einforderte.

Quelle: op-online.de

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