Kultveranstaltung macht ihrem Namen alle Ehre

Halli-Galli in Urberach: Narren lassen's richtig krachen

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Lichtblitze in der Halle Urberach: Wo am frühen Abend noch Platz zum Tanzen war, wurde es später ausgesprochen eng.

Urberach – Aus allen Straßen und vor allem vom Bahnhof her strömten am Sonntag junge Menschen zur Halle Urberach, doch die Parkplätze blieben leer.

Das war das deutliche Zeichen: Die Offene Arbeit der Gallusgemeinde hat die tatsächlich Jungen ab 16 zu Halli-Galli eingeladen, der früheren Kultveranstaltung, die mittlerweile wieder dazu wird.

Später wird das Publikum älter – dank eines funktionierenden Bändchen-Systems, dank dreier Sanitäter, zwei Feuerwehrleuten sowie 13 Mitarbeitern im Sicherheitsdienst mit einem hauptamtlichen Einsatzleiter geht alles reibungsfrei und ohne Sorgen ab. Neu eingeführt: Wer einmal drin ist im Feierbereich, kann auch zwischendrin nicht mehr heraus. Das macht die Halle sehr viel voller und die Hektik an den Eingängen geringer. Dafür sind nicht nur die rund 70 bis 80 ehrenamtlichen Helfer dankbar.

Wohl kaum ein Feiergeist in der Halle machte sich an diesem Abend Gedanken darüber, welchen riesigen Aufwand es bedeutet, diese (neudeutsch) „Location“ zu gestalten: Zweieinhalb Tage dauert der Aufbau nicht zuletzt der riesigen Masten, jener Träger, von denen aus die Gäste in schillerndes Licht getaucht werden. Viele Tonnen Material müssen in die Halle gebracht werden, Kabel verlegt, Traversen aufgebaut, Licht, Ton und Video gehängt und verkabelt werden und vieles mehr. Am Ende der Veranstaltung – meist gegen 3 Uhr morgens – muss die Halle bis 10 Uhr wieder abgebaut sein – alles. Am Fastnachtsdienstag wird dann alles weggefahren. Alles in allem sind es gut vier Lkw-Ladungen Material, mehrere Kilometer Kabel, rund 200 Meter Traversen, viele Tonnen „Licht“ und „Ton“. Für Innen- und Außenbereich bedarf es etwa 200 Meter Bauzäunen, dazu kommen gut 2 000 Luftballons, von Helfern einzeln aufgeblasen.

Bilder: Gute Stimmung beim Orwischer Rosenmontagszug

Hauptverantwortlich für das große Spektakel sind seit vielen Jahren Marcel Kugler und Patrick Zeise, beide Ehrenamtler, die in der offenen Arbeit der Gallusgemeinde groß geworden sind, inzwischen aber mit knapp 30 dringend auf organisatorischen Nachwuchs angewiesen. „Die offene Arbeit besteht derzeit aus 16 Personen zwischen 19 und 30. Wir suchen händeringend Nachwuchs, damit wir unsere Veranstaltungen auch weiterhin durchführen können“, fleht Patrick Zeise fast um Gehör.

Neben Halli-Galli lädt die offene Arbeit alljährlich noch zum Rockbiergarten an der Orwischer Kerb und zu vielen Mottopartys im Clubraum. Der hat übrigens jeden Freitag ab 20 Uhr für alle Jugendlichen ab 16 Jahren geöffnet, falls jemand mal wieder einen Treffpunkt sucht oder Langeweile zuhause hat. (chz)

Quelle: op-online.de

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