1200 Ober-Röder

Fastnachter bereiten sich auf den Rathaussturm vor

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Laura Fischer behält beim Après Ski-Komitee den Überblick und lässt die Männer am neuen Wagen schuften. Der ist auf jeden Fall stabil, denn er diente einst zum Holztransport. 

Ober-Roden - Die Fastnachter gehen auf die Gass. Der Ober-Röder Umzug fegt am 10. Februar als Rathaussturm durch die Straßen. Auch einige neue Gruppen sind dabei.

Die Ober-Röder Naren betreiben dieses Jahr Wortklauberei. Denn wenn sich am Fastnachtssamstag der Rathaussturm in Bewegung setzt, ist garantiert wieder der ganze Ort dabei. Und diesmal auch das ORDT. Gemeint sind nicht nur die bekannten „Menschen vor Ort“, die MvO. Die werden mit einem bislang noch geheimen Wagen und einer großen Fußtruppe zum Rathaus hin ziehen, um die Stadtkasse zu kapern. Premiere hat das ORDT – das „Ober-Röder Drinking Team“.

Zerstreute Professoren wollen den Stadtoberen beim Rathaussturm Bildung einflößen: Das „Ober-Röder Drinking Team“ ist erstmals dabei und trotz des alkoholseligen Namens eine Familiengruppe.

Die Familiengruppe ist eine der beiden neuen Gruppen, und sie wurde aus der Not heraus geboren. Sie besteht durchweg aus Menschen, die in den letzten zehn Jahren nach Ober-Roden kamen und sich über die Kinder in der Kita „Unter dem Regenbogen kennen“ gelernt haben, sich immer wieder mal trafen und an Fastnacht mit der Kindergartengruppe mitgelaufen sind. „Nun sind ihre Kinder alle längst aus der Kita heraus, da waren wir plötzlich heimatlos, denn in der Schule gibt’s ja keine gemeinsame Gruppe“, bedauert Robert Flisar, einer der Väter.
So kamen die verhinderten Rathausstürmer auf die Idee, einfach eine neue Gruppe aufzumachen, und der fastnachtsgerechte Name war rasch gefunden: „Ober-Röder Drinking Team ORDT“. Mit Bollerwagen und entsprechender Ausrüstung wollen sie die Bildung als verrückte Professoren in weißen Kitteln auf die Schippe nehmen. Sie sind zwar wenige, aber sie werden nicht zu übersehen sein, und ihr Name zeigt die Verbundenheit zu ihrem Ort.

Bunt und vergnügt wird’s wohl auch bei den Frohsinn-Frauen zugehen, die nach einer Pause wieder im Zug dabei sind. Das Motto „Die lustigen Frohsinn-Töne“ ist eine schöne Werbung für ihren Chor. „Wir sind früher schon mal mitgelaufen und hatten das auch ganz lustig gefunden“, erinnert sich die Vorsitzende Kerstin Mayler, „aber das hatte sich dann wieder verlaufen. Und jetzt haben wir neuen Mut gefunden!“

„Wir“, das sind 21 Frauen, die sich nach den Proben zusammengefunden und ihre Ausstattung jeweils zuhause „aufgehübscht“ haben. Jetzt sind sie fertig und freuen sich darauf, in diesem Jahr zu jenen 1200 Narren zu gehören, die durch Ober-Roden ziehen. Fürs schöne Wetter am Fastnachtssamstag haben sie schon ihren Teil beigetragen: „Wir essen unsere Teller täglich leer, damit die Sonne scheint! Wäre sonst doch schade, bei unseren schönen bunten Farben!“

Sitzung der TG Ober-Roden: Fotos

Genügend Arbeit haben aber derzeit auch noch alle anderen Gruppen, nicht zuletzt jene, die große Wagen transportfähig und prachtvoll anzuschauen machen müssen. Da ist manchmal schon die Vorbereitung ein Problem: wie etwa beim Après Ski-Komitee, das sich zwar einen neuen Wagen geleistet hat – groß und sehr stabil, da er früher schwere Baumstämme beförderte. Aber das neue Vehikel hatte keinen Platz mehr auf dem Kolpinggelände in der Odenwaldstraße. Dank großzügiger Unterstützer klappte jedoch auch das, somit ist das Orga-Team inzwischen längst mit den Feinheiten beschäftigt wie etwa dem Reinigen der großen Rohre, die rundum befestigt sind und all jenes Wurfmaterial enthalten, das am Fastnachtssamstag dann in die Menge geworfen wird: Popcorn und Gummibärchen etwa zu Hauf. (chz)

Quelle: op-online.de

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