Bei der TG Ober-Roden

Mit neun in der Bütt: Greta Daxer feiert Premiere

Ober-Roden - „Helau, ihr Leut’, hört alle her: Wir Kinder haben es so schwer! Ich bin erst neun, es tut mir leid, doch hab ich Stress und keine Zeit!“ Diese Zeilen sind am Sonntagnachmittag der Einstieg in die närrische Büttenrede einer „gestressten Grundschülerin“. Von Christine Ziesecke

Greta Daxer (9) gibt damit als Jüngste ihr Debüt in der Bütt’. Den Beitrag hat ihr das Orgateam bereitgestellt, sie hat ihn aber an einigen Stellen abgeändert und auf sich selbst zugeschnitten – etwa statt einer Gitarre ein Schlagzeug eingebaut, das sie zuhause spielt, und manches mehr. Auf den Bühnenbrettern in der TG-Halle ist Greta schon länger zuhause. Seit 2013 tanzt sie in der Minigarde und ist seit diesem Jahr in die Midi-Garde „aufgestiegen“; dazwischen hat sie zusätzlich ein Jahr die Mini-Jazztanzgruppe verstärkt. Wie kommt sie jetzt dazu, auch noch in die Bütt zu steigen? „Anne Hitzel hat über meine Schwester Paula bei mir nachgefragt, und da hab ich eigentlich gleich zugesagt“, erzählt Greta, die in die Trinkbornschule geht und neben dem Tanzen auch noch sehr aktiv beim Rope Skipping der DJK TTC turnt.

Lampenfieber? Kennt sie nicht, und aufgeregt vor der morgigen Premiere ist sie auch nicht – sie hat schon so einiges an Bühnenerfahrung hinter sich, seit frühester Kindheit beim Krippenspiel der evangelischen Kirchengemeinde Ober-Roden etwa oder auch beim Theaterauftritt der „Schülerkiste“, der Schulkinderbetreuung der Trinkbornschule Ober-Roden. Zur TG-Fastnacht kam sie über Schwester Paula, die mit ihr zusammen bei der Garde zu tanzen begonnen hat und inzwischen gemeinsam mit Yann Rigual als Tanzpaar der TG begeistert.

Bilder: Narren der TG Ober-Roden eröffnen Kampagne

Immer mit dabei: Mutter Britta, die auf der Empore oder hinter der Bühne Tänzerinnen schminkt und bei der Garderobe hilft, und das den ganzen Nachmittag oder Abend, denn die Töchter haben jeweils mehrere Auftritte, so auch am Sonntag: Dann wird Greta tanzen und in die Bütt gehen und ihre Schwester wird gemeinsam mit Yann und den Tanzgruppen auftreten und zudem zusammen mit Laura Pratsch die Kindersitzung moderieren – und dafür muss eine Mutter schon mal hinter der Bühne zaubern, damit das alles klappt.

Dazu kommen neben den Sitzungen und Besuchen in Kindergärten etwa noch der Ober-Röder Rathaussturm und der Orwischer Rosenmontagszug – und ganz nebenbei wartet von Montag bis Freitag die Schule. Keine Langeweile also bis Aschermittwoch – und dann gehts nach einer freien Woche bereits wieder mit dem Training für die nächste Kampagne los.

Quelle: op-online.de

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