Närrische Nachwuchs-Schau

Kindersitzung der TGO bringt kleine Fastnachter groß raus

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Endlich in Amt und Würden: Prinzessin Dascha I. (Lidtke) und Prinz Max I. (Weber) mit ihren Mundschenken Ida Wöllenstein und Fin Rieser bekamen in der Kindersitzung Besuch vom „großen“ Prinzenpaar mit kleinem Gefolge.:

Ober-Roden – Kindersitzung in der TG-Narhalla, das heißt unzählige liebevoll verkleidete und aufgeregte kleine Narren, meist mit Eltern und Geschwistern, vor der Bühne. Von Christine Ziesecke

Und genau das Gleiche ohne Familie auf der Bühne, portionsweise präsentiert und mit viel „Helau“ und zahlreichen Raketen immer mehr von unten angefeuert.

Seit Jahren eine schöne Abwechslung für die Jugend des Musikvereins 08 ist die Eröffnung der TG-Kindersitzung. Mit Lennart Horch und Philipp Löbig führten zwei neue Moderatoren ausgesprochen sicher durchs Programm und verteilten Komplimente und Orden – natürlich auch ans Kinderprinzenpaar Dascha I. (Lidtke) und Max I. (Weber), die endlich wirklich in Aktion treten durften und nicht von ihrem Thron herab zuschauen wie bisher. Sie hielten eine glänzende Rede und erzählten von ihren Hobbys Tanzen und Fußball: „Mein Hobby ist Fußball, jedoch bei de Rode! Mein Opa? Der hat mirs niemals verbode!“ und riefen auch gleich mal zu einem „Helau“ für den prinzlichen Großvater Karlheinz Weber auf. Orden bekamen sie auch vom großen Prinzenpaar, das zwischendrin zu Besuch kam und sich die eigens gestalteten Kinderorden 2019 abholte.

Immer mit auf der Bühne sind die vielen Nachwuchstanzgruppen der TG. Am Sonntag tanzten Jazzküken, Mini- und Midigarde sowie Mini- und Midijazz. Die Nachwuchs-Jazzgruppe, die Jüngsten, schaute begeistert zu, was daraus wird, wenn man gut weiter trainiert. Schließlich beherrschte Tanzmariechen Tiffany Hagelganz die Bühne ganz alleine, nachdem Paula Daxer wegen Rückenproblemen ausfiel.

Alle Jahre wieder ein Knallbonbon ist die Mini-Playbackshow unter den Fittichen von Michi Reisert. Sie ist bei denen auf der Bühne wohl ebenso beliebt wie bei jenen vor der Bühne und wird deshalb entsprechend begeisternd vorgetragen.

Hörte man die Beiträge aus der Bütt, glaubte man kaum, auf einer Kindersitzung zu sein, so geschliffen sind längst die Texte und so aktuell die Themen: „Inster, Twitter und auch Prime – die brauche mer heut, um fresh zu sein!“ Dieses Problemfeld rund um „Alexa“ ließ Philipp Löbig von der Digitalisierung zuhause erzählen. Greta Daxer schilderte ihre Sorgen als Tierärztin, die einen ganzen Flohzirkus zur Schnupfenprophylaxe in ihre Praxis bekam, dem Kater einen Reißverschluss einbaute oder herrenlose Eier im Notfall selbst ausbrütet.

Zu klagen, aber doch auf hohem Niveau, hatten Aliya Dubuis und Lena Appel, die zum ersten Mal dabei waren und über manchmal doch eher etwas raue Geschwisterliebe klagten:: „Ach ja, was ham wir uns so lieb!“

Wirklich viel zu beklagen hatte in der Bütt die in Pink gewandete „Einhorn-Sau“ Tim Frank „Zwischen Amen und Helau: Ich bin doch echt ne arme Sau!“. Ist er doch als Ex-Kinderprinz und diesmaliger Prinzenpaar-Sohn („der Charles von Owweroure sozusagen“) ausgerechnet auch noch Konfirmand. Die Kollisionen der Termine zwischen Bütt und Kirche rauben ihm nicht nur den Schlaf, sondern auch die Übersicht – im Kostüm in der Kirchenbank? Das geht gar dem Pfarrer zu weit!

Bilder: Kindersitzung in der TG-Narhalla Ober-Roden

Die Herrschaft über die Säcke voller Flöhe hatten Patricia Schierz und Anne Hitzel, die die Kindersitzung der Turngemeinde vorbereitet und geleitet haben. Hinter dem Vorhang mit Sicherheit kein leichtes Vergnügen, doch auf der Bühne klappte alles. Hier herrschte nur die Sorge, wie man die völlig losgelösten und neugierigen kleinsten Narren von der „Showtreppe“ fernhalten kann, damit sie nicht runterpurzeln. Das neue Magnetband zwischen den Pfosten hatten die Jüngsten jedenfalls sofort durchschaut.

Nächste närrische Termine bei der TG Ober-Roden sind die dritte Fremdensitzung am 16. Februar ab 18.45 Uhr und der Kinder-Maskenball am 3. März um 15.11 Uhr.

Quelle: op-online.de

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