Der Neue macht’s gut

Gelungene Tanz- und Spaßsitzung in der „Rod Scheyer“

Mit einem Queen-Special begeistert die Tanzgruppe „Reyounion“ die Herren auf der Elferbank und das Publikum im Saal. Foto: Ziesecke
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Mit einem Queen-Special begeistert die Tanzgruppe „Reyounion“ die Herren auf der Elferbank und das Publikum im Saal.

Tanz und Spaß in der Rod Scheyer, Glitzer, Glanz und Gloria im 125. Jubiläumsjahr der TS – ein gelungener Fastnachtsabend in der proppenvollen TS-Halle.

Rödermark – Tanz und Spaß in der Rod Scheyer, Glitzer, Glanz und Gloria im 125. Jubiläumsjahr der TS – ein gelungener Fastnachtsabend in der proppenvollen TS-Halle. Und dazu eine Premiere: der neue Sitzungspräsident Max Auth, der Thomas Gotta im Zentrum der Narrenmacht ablöste. Großes Gefolge leitete ihn zu seinem erhöhten Platz. Während sich der Damenelfer auf den Balkon zurückzog, umrahmte der Herrenelfer der TS gemeinsam mit der Garde den „Neuen“, der trotz seiner Jugend schon mächtig viel Auftrittserfahrung mitbringt und dennoch anfänglich noch protokollarisch ernst agierte. Erst im Lauf des Abends lief er allmählich zu seiner vollen Lockerheit auf, was im Publikum ausgesprochen gut ankam. Seine Antrittsrede enthielt – ebenso wie die meisten Beiträge des Abends – sehr viel lokalen und auch familiären Bezug. Damit kann man hier immer punkten.

Unter der Leitung von Claudia Klein eröffnete die Garde reiz- und schwungvoll das Programm, in dem die enge Verbundenheit zur Rodgauer Fastnachtsszene deutlich wurde. Aus Rodgau kam auch in diesem Jahr Frank Eser zu Besuch. Er berichtete herzerfrischend, und sprachlich brillant, wie er als buchstäblich als Prinz verheirateter Ehemann nun seine silberne Hochzeit erlebt.

Jessica Thiel fieberte mit ihrer Tanztruppe „Sunshine“ mit, ehe sich hoher Staatsbesuch vom JSK Rodgau ankündigte: Deren Sitzungspräsident Peter Otto stellte das Prinzenpaar Sebastian II. und Sabrina II. alias Sebbi und Bine vor, das mit seinem ganzen großen Trupp einschließlich dem kraftvollen und stimmungsmachenden Prinzlichen Orchester für Staatsbesuche „Prost“ mit über 100 Fastnachtern in zwei Bussen angereist war. Dem schloss sich später am Abend auch das Ober-Röder Prinzenpaar André I. und Annika I. mit seinem Hofstaat zu einem Besuch an – ein feines Zeugnis, wie gut die närrische Harmonie im Ort doch inzwischen klappt.

„Mit geht’s net gut – ich hab ihn immer noch!“ Nur „die Dolle“ Corinna Kuhn kann so ungehemmt und herzergreifend über ihr Exemplar eines Ehemanns erzählen.

Tänzerisch zog Line Schallmayer mit ihrer Truppe „Whatever“ alle Blicke auf die Bühne, ehe Michi Reisert, stimmgewaltiger Gast aus der TG-Fastnacht, wortreich von seinen Begabungen erzählte und lautstark sang – so etwa als verkannter Fußballgott. Mit „Owweroure helau, helau“ und dem durchaus bewegenden Schunkellied „Owwerairer klewe am Lewe“ ging es in die Pause. Ebenso musikalisch, dafür mit Rodgauer Lokalkolorit, gings nach der Pause mit den heiß geliebten Giesemer Trottwa-Lersche weiter. Begeisterungsstürme löste die neue Kombination der beiden tanzenden TS-Männergruppen „Hanghühner“ und „Söhne Rödermarks“ aus. Tänzerisch standen sie mit den anschließenden Gruppen „Chiquitas“, geleitet von Saskia Mahr, und „Reyounion“, trainiert von Nadine Simon-Gerl, im optischen Wettbewerb – und mussten sich keineswegs verstecken.

Doch auch in Worten wurde es sehr launig. Mit Marcel Jakob berichtete ein 19-Jähriger frisch und ehrlich von seiner letzten Seefahrt mit seinen Großeltern. Gesteigert wurde das noch bei den abschließenden Erzählungen der „Dollen“ Corinna Kuhn, die – wie schon über viele Jahre bei der TS-Damensitzung – ausgesprochen ehrlich, wenn auch vielleicht nicht gerade unvoreingenommen, von ihrem Exemplar von Ehemann erzählte, der zum 50. Geburtstag eine selbst geschneiderte Leopardenfell-Badehose von ihr bekam – Lachsalven vorprogrammiert. Das konnte nur noch mit viel fröhlich-lautem Mitmachgesang getoppt werden, was Tom Jet problemlos gemeinsam mit dem Publikum schaffte und in einer großen Polonäse durch den Saal seinen Höhepunkt fand.

VON CHRISTINE ZIESECKE.

Quelle: op-online.de

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