TGO und KSV voller Vorfreude

Start in die fünfte Jahreszeit

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Gut gerüstet waren die närrischen Besucher für den „Dschungel“ in der TG-Halle.

Rödermark - Die Turngemeinde Ober-Roden und der KSV Urberach haben die Fastnachtskampagne eingeläutet. In Ober-Roden richteten sich aller Augen auf das neue Prinzenpaar.

Die Fastnacht ist wie die Zugvögel: Die Menschen sind traurig, wenn sie wegziehen, aber sie haben die Gewissheit, dass sie wiederkommen, manche sogar schon vor dem großen Rückzug im Frühjahr. So geht’s auch mit der Narretei. Einen kleinen Vorgeschmack gibt’s schon vor der festlichen Weihnachtszeit; richtig los geht’s erst danach. Am Wochenende war"s bei TG Ober-Roden und KSV Urberach so weit. Die Kampagne wurde eröffnet, die ersten „Hellau“ schallten durch die Säle, und auch ein neues Prinzenpaar hat sich vorgestellt.

Das kommt traditionell aus der TG, wurde auch in diesem Jahr von deren Vorsitzendem Kalli Weber gefragt - und sagte mit Freuden zu: Prinzessin Claudia II. und Prinz Frank I., beide aus dem Hause Trageser, schwingen das närrische Zepter, und das wird sicher lustig. So viel ließ der Start schon erkennen. Sie kommen beide aus Waldacker und sind in der großen TG-Familie schon lange zuhause. Die zukünftige Prinzessin (42) spielt Posaune im Musikzug, ist seit zwei Jahren Schatzmeisterin des Vereins und fehlt bei keinem Fest in der Halle am gewesenen Gaswerk. Doch nicht bei den Feiernden, sondern bei den Helfende. Aber auch ihr Prinzgemahl - normalerweise für viele Autobesitzer der rettende Engel von Ober-Roden - hat eine wichtige Rolle im Verein. So zieht er bei Umzügen den Versorgungswagen von Musikzug und Majoretten.

Den Großen zur Seite stehen Kinderprinzessin Anna-Luisa I. (11) aus dem Hause Sauer sowie Yann-Xavier Pacifique Rigual, Yann-Xavier I. (10). Der Kinderprinz, der in Darmstadt zur Schule geht, tanzt seit sechs Jahren in der Garde und liebt Zumba. Auch die Prinzessin, die die Nell-Breuning-Schule besucht, tritt seit 2009 mit der Mini- und der Midigarde der TG auf. Neben Rope Skipping bei der DJK spielt sie Klarinette im Vororchester der Musilvereins Viktoria 08 und singt in der Schola. Als Mundschenke stehen großen und kleinen Regenten Michi Reisert, Florian Brehm und Bastian Köhl wie gewohnt zur Seite, neu im Team ist Julian Groh.

Mit einem großen Dschungelfest, auf dem es vor Affen, Tigern, Löwen und Schlangen ebenso wimmelte wie vor Urwaldforschern und Safaritouristen, feierte die TG ihre neuen Tollitäten, die von Sitzungspräident Sascha Reisert das traditionelle Wappen, angefertigt von Theo Koser, überreicht bekamen und mit kurzen, aber klaren Worten am Samstagabend die Kampagne eröffneten: „Oweroure hellau!“

In Urberach hatte schon einen Abend zuvor das erste „Orwisch hellau!“ die KSV-Halle mit den zahllosen bunten Regenschirmen an der Decke erschüttert. Oberhexe Lydia Suderleith, ihr Lehrling Debby Steiger sowie ihre Hexengehilfinnen Manuela Lanzenstiel und Ute Steiger hatten Bühne und Saal fest im Griff, trieben ihren Schabernack und zauberten – weil sonst doch etwas fehlt – aus ihrem Kessel mit brodelnden Hexensud den neuen Elferrat hervor. Jeder der Herren wurde mit vielen Küsschen und herzhaften Sprüchen begrüßt. Neben dem Sitzungspräsidenten Lars Löbig sind dies Marco Abraham, Holger Behnicke, Martin Behnicke, Richard Kreis, Tomas Kühn, Bastian Lamprecht, Claudius Lamprecht, Manuel San Nicolas, Klaus Strache und Bardo Suderleith. Mit auf der Elferbank, aber bei der Kampagneneröffnung verhindert waren Sebastian Popp, Klaus-Peter Maas, André Frank, Sascha Fabig und Toni Martinez. Sie alle bekamen sie ihre Narrenkappen von zarter Hexenhand auf den Kopf gesetzt, dazu ein Gläschen Sekt für gleich und einen Zaubertrunk als kleine Kräftigung für die extrem lange Fastnachtszeit 2013/2014.

Zuvor hatte Hildegard Löbig, Chef-Fastnachterin unter den Gymnastikfrauen, gemeinsam mit Sohn Lars Löbig, dem alten und neuen Sitzungspräsidenten, mit einem Sketch das Bühnenprogramm eröffnet, gefolgt von einem eigens für diesen Abend eingeübten und vom Publikum heftig gefeierten Tanz der großen Gardemädels. Verschiedene Bars, passende Rhythmen und vor allem die große Elfer-Versteigerung zum Höhepunkt des Abends machten beim närrischen Publikum so richtig Lust auf mehr. 

(chz)

Quelle: op-online.de

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