Turnerschaft schöpft aus dem Vollen

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Von der Raupe zum Schmetterling oder besser: vom braven Mönch zum coolen Surfer – das TS-Bubenballett hatte wieder einmal alle Lacher auf seiner Seite.

Ober-Roden (chz) ‐ Buntes und quirliges Treiben auf der Fastnachtsbühne der TS Ober-Roden bei ihrer Kinder- und Jugendsitzung: Nicole Obmann, Randi Schallmayer und ihr Organisationsteam konnten aus dem Vollen schöpfen, als sie das knapp dreistündige Programm zusammenstellten.

Die Vielzahl der Kinder- und Jugend-Tanzgruppen im Verein kommen an so einem Tag besonders zur Wirkung und können - von den Allerjüngsten mit drei Jahren bis zu den überwiegend jungen Damen der Jazztanzgruppen – die Bühne als Podium für ihre oft mühsam erlernten und eingeübten Leistungen nutzen.

Das Publikum, zumeist Kinder, ihre Geschwister und Eltern, Omas und Opas der Tänzerinnen oder Freunde der Akteure, genossen die Präsentation der Fortschritte. Durch den Fastnachtsreigen führte noch einmal absolut überlegen – aber leider zum letzten Mal – Lars Hagenlocher; doch mit Line Schallmayer steht schon der Nachwuchs in den Startlöchern.

Am Tage vor der Oscar-Verleihung in Hollywood wollte auch die TS nicht nachstehen und feierte ihre Preisträger. Und das waren alle Akteure, die auf der Bühne standen; jeder bekam seinen eigenen Oscar und durfte sich als Star fühlen. Ob die tanzenden Zwerge der „Chiquitas“ mit ihrer „Mary Poppins“ Alicia Arndgen, ob die Gruppe „Jumping“, ob Spirit Fingers“ oder die „wilden Mädels“ – sie alle brachten das Publikum dazu, die Hälse zu recken, während die Kameras leise schnurrten und manche stolze Oma ihrer Nachbarin erzählte: „Da vorne, die kleine Blonde, das ist meine Enkelin!“

Beeindruckend waren die Leistungen, zu denen die meist selbst im Verein aktiven Trainerinnen die Mädchen gebracht haben. Aus den anfänglichen Haufen begeisterter Flöhe waren kleine Tänzerinnen geworden, so auch bei der Gruppe „Dance to be Happy“, bei den „Funky Girls“, bei den „Sugar Babes“ oder den „Happy Feets“, bei der erst seit Oktober 2010 zusammen tanzenden Gruppe „HipHop“ oder auch den sportlichen Gästen aus dem Fitnessstudio Vitabel. Marius Wertge gab erstmals kleine Witzeinlagen, die Einradfahrerinnen Magdalena Hohn und Alicia Rommel ließen die Filmklappe sausen, und einige Mädels brachten Show Acts als Zugaben – alles oscarreif und von Beifall begleitet.

Einfallsreichtum und Fantasie

Einen vergleichsweise kurzen Weg hatten die kleinen Gäste von der Kita Motzenbruch; bis aus Jügesheim kam dagegen die Gruppe „Zick Zack“. Beifallsstürme löste wieder das TS-Bubenballett aus, das großteils aus dem Elferrat besteht: Aus den einlaufenden Mönchen wurden in Windeseile peppige Jungs in Hawaiishorts, die herzerfrischenden Tanz und Akrobatik auf die Bühne brachten. Ebenfalls begeistert war das närrische Publikum aber auch von „Mana mana“, das taktweise aus großen Mülltonnen erscholl – als schwierig erwies sich bei manchen der Elferräte nur das Aussteigen.

Doch auch bei den kleinen Gästen in der Halle waren Einfallsreichtum und Fantasie keine Grenzen gesetzt: In abwechslungsreichen bunten Kostümen genossen sie Pommes, Chips und Kuchen und viel Limonade und wetteiferten mit ihren Eltern um die schönsten Verkleidungen.

Quelle: op-online.de

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