FDP vermisst Sparwillen bei Kern

Rödermark - Die FDP spricht Bürgermeister Roland Kern jeglichen Sparwillen ab. Sein Haushaltsentwurf sei eine Bankrotterklärung, weil er schon im zweiten Jahr unterm Schutzschirm dessen Vorgaben ignoriere:

Das Defizit 2014 sollte eigentlich auf 5,8 Millionen Euro schrumpfen, doch nach den aktuellsten Berechnungen bleibt es mit knapp 7,6 Millionen Euro fast so hoch wie dieses Jahr. Der Bürgermeister begründete diese Differenz mit weiter steigenden Kosten für die Kindertagesstätten.

„Ich war ernsthaft schockiert, wie jovial und unbeeindruckt Bürgermeister Kern diese desaströsen Zahlen vorgestellt hat“, schrieb Fraktionsvorsitzender Tobias Kruger gestern in einer Pressemitteilung. Kern erste Rede als Kämmerer bestätige, „dass dieser Bürgermeister völlig unwillig und unfähig ist, eine ernsthafte Haushaltskonsolidierung zu gestalten und zu managen“. In den 2801 Worten - Kruger hat exakt nachgezählt - von Kerns Rede zum Haushaltsplan finde sich beispielsweise kein einziges Mal das Wort sparen.

Die FDP werde die nächsten Donnerstag beginnenden Haushaltsberatungen „extremst kritisch begleiten“, ergänzte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Rüdiger Werner. Denn der Bürger habe seinen Beitrag zur Konsolidierung durch höhere Steuern und Gebühren bereits geleistet, jetzt sei die Stadt mit ernsthaften Sparvorschlägen am Zug.

Unser Bericht über die Kürzungen beim Stadtbus gestern enthielt einen Fehler: Nicht die beide FDP-Parlamentarier, sondern nur Dr. Werner stimmten für das neue Konzept. Kruger lehnt auch einen eingeschränkten Betrieb, der nur gut die Hälfte der Subventionen benötigt, ab. 

(lö)

Quelle: op-online.de

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