Fast 190 komfortable Fahrradparkplätze

Die „Felgenkiller“ haben ausgedient

+
Zwischen Musikschule und Kelterscheune sind die als „Felgenkiller“ verschrieenen Fahrradständer verschwunden. Dort stehen jetzt 17 Stahlbügel in zwei Höhen, an denen 34 Räder angeschlossen werden können.  

Rödermark - Die Stadt schafft 186 sichere und komfortable Parkplätze für Fahrräder. Sie ersetzt 113 der berüchtigten „Felgenkiller“ und lässt 73 neue Fahrradständer an bisher unversorgten Orten aufstellen.

Vor öffentlichen Gebäuden fanden Radfahrer bisher nur sporadisch gute Abstellmöglichkeiten für ihr Rad. Unsere Zeitung hatte im August 2016 eine Rödermark-Tour mit Winfried Fischer, Hanno Wirth und Dr. Bernward Bayer vom ADFC unternommen. Die Fachleute beklagten etliche Mängel, darunter „Felgenkiller“ vorm Rathaus Ober-Roden oder der Kelterscheune Urberach. Die wurden diese Woche gegen ebenso sichere wie komfortable Fahrradständer ausgetauscht.

„Wir schaffen Platz für 186 Radeinstellungen“, erläuterte Klimaschutzmanagerin Daniela Mogk das Projekt, das noch ihr Vorgänger Jochen Bury angekurbelt hatte. Die Stadt lässt 93 Stahlbügel montieren, an die jeweils zwei Fahrräder angeschlossen werden können.

Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt knapp zwei Drittel der Kosten, erläuterte Klimaschutzmanagerin Daniela Mogk.

Neue oder zusätzliche Fahrradständer werden an beiden Bahnhöfen, an der Kulturhalle und an der Bushaltestelle Waldacker-Süd aufgestellt. Der Tausch Alt gegen Neu passiert gerade an der Musikschule, am Sportlereingang der Halle Urberach, am Töpfermuseum, an der Bushaltestelle Darmstädter Straße, am Friedhof Urberach sowie in Ober-Roden am Rathaus, am Bücherturm und vor der Zwickauer Straße. Sicher parken Fahrräder künftig auch am Bürgertreff in Waldacker.
Die neuen Parkplätze sind vom ADFC zertifiziert, sagt Daniela Mogk: Die Haltebügel sind teilweise mit Gummi beschichtet, damit die Rahmen keine Kratzer bekommen. Die eigentlichen Abstellmulden sind in unterschiedlichen Höhen angebracht. Das schafft pro Ständer zwei Plätze.

Bilder: „Häfner Open“ in Urberach

Die Fahrradständer kosten rund 60.000 Euro. Die Bundesregierung honoriert diese Form von Umwelt- und Klimaschutz und beteiligt sich an den Kosten. Sie erstattet der Stadt 62,5 Prozent, das entspricht 37.280 Euro. Die Firma Orion Stadtmobiliar soll bis Ende der Woche inklusive aller Beton- und Pflasterarbeiten fertig sein. 2018 will die Stadt weitere Fahrradständer erneuern. (lö)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare