Ferienspiele auf der Bulau und in Waldacker

Petrus verwöhnt Kinderfreizeiten

+
Tänze standen im Vordergrund der Abschluss-Show der Stadtranderholung in Waldacker.

Rödermark - Selten gab es so zufriedene Gesichter wie in diesem Jahr bei den Abschlussfesten der beiden kirchlichen Ferienspiele auf der Bulau wie in Waldacker. Das Wetter hatte vom ersten bis zum letzten Tag wunderbar mitgespielt und Kinder wie Betreuer waren restlos zufrieden.

Beim Ausklang am Samstag konnten die Eltern sich einen Eindruck davon verschaffen, wie sehr ihre Kinder die Freizeittage genossen hatten und wie eng die Gemeinschaft mit ihrem Team gewesen war. Auf der Bulau waren es vor allem die kreativen Lagerideen der einzelnen Gruppen mitten im Wald, die bestaunt wurden. Viel Schnur und ansonsten nur Naturmaterialien hatten zu wahren Kunstwerken geführt, von der originellen Klingel oder dem Mützen-Abnehm-Automaten und den Massageliegen (mit Tannenzapfen) bis zur Haustierfarm gabs viel Originelles. Dabei war der Gemeinschaftsspaß im Schlumpfenland keineswegs zu kurz gekommen, wie die gut trainierten Schlachtgesänge bewiesen. Natürlich drehte sich auch das selbstgeschriebene kleine Theaterstück um Schlumpfine und die guten wie die bösen Schlümpfe. Die bunten Riesenplakate der Gruppen mit so schönen Namen wie Schlaubi oder Fauli, Gargamel oder Muffi brachten bei der abschließenden Versteigerung an die Eltern gutes Geld fürs nächste Jahr in die magere Freizeitkasse.

Gespannt erwarteten die Kinder die Lagerprämierung, bei der die „Schlumpfinen“ als Gewinnerinnen gefeiert wurden. Pfarrer Klaus Gaebler und die Eltern dankten den Teamchefs Steffi Schwarzkopf und Marco Weckesser sowie Desirée Ayahs, die sich wie viele Betreuer für die Vorbereitung und die Freizeit extra Urlaub genommen hatten. Ein Dankeschön galt auch dem Küchenteam um Ingrid Killian. „Es ist wunderbar und es ist schön, dass sich kaum etwas verändert hat“, freute sich Gaby Schrenk, geborene Rösler, die es wissen muss: Sie war als Teilnehmerin bei der allerersten Bulaufreizeit dabei, später im Team und dann als Teamleitung. Nun machte ihr Sohn Aaron mit viel Vergnügen mit, während ihre Tochter Alma ungeduldig aufs nächste Jahr wartet – diesmal war sie noch zu jung.

Einen vergnüglichen Abschluss feierte auch die Stadtranderholung der Nazariusgemeinde Ober-Roden. Die rund 150 Kinder und ihre Betreuer präsentierten ihren Eltern ein kunterbuntes Programm. Die Zeitmaschine Hoabach, in der die Kinder fünf Tage lang durch die Jahrhunderte gereist waren, hatte ihre Spuren hinterlassen, auch wenn die Tänze der Gruppen fast durchweg auf die einschlägigen Partylieder abgingen.

Stadtranderholung und Bulaufreizeit

Stadtranderholung und Bulaufreizeit

Zuvor hatte eine Andacht mitten auf dem Waldplatz noch einmal Ruhe in die muntere Truppe gebracht – die letzte offizielle Amtshandlung des scheidenden Gemeindereferenten Martin Rudolf-Ceglarski, der sie gemeinsam mit Pfarrer Elmar Jung und mehreren Teilnehmern gestaltete. Neu in ihrem Amt dagegen waren die beiden Teamchefs Dominik Rebel (23) und Steffen Reichert (20) gewesen. Sie meisterten ihre gewaltige Aufgabe hervorragend und wurden von den Kindern wie von ihren Teamern hoch gelobt.

Wie gut das Klima im rund 40-köpfigen Team war, konnte allabendlich und noch weit in die Nacht hinein in Waldacker erahnt werden: Laute, fröhliche Gesänge der übernachtenden Teamer nach den abendlichen Schlussrunden zeugten vom Spaß, den auch die Betreuer hatten. Ihr besonderer Dank galt neben dem teameigenen „Hausarzt“ Ulf Bromberger vor allem dem traditionellen Kochteam um Anne Schrod. Das größte Lob für die Teamer: Alle Kinder wollen im nächsten Jahr wieder in Hoabach dabei sein, soweit es ihr Alter erlaubt – dann ebenso wie auf der Bulau vom 8. Juli bis zum 2. August.

(chz)

Quelle: op-online.de

Kommentare