Stadtranderholung und Bulaufreizeit mit 280 Kindern sind nach sechs problemfreien Ferienspiel-Tagen zu Ende

„Helden von morgen“ wieder daheim

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Ein kleines, selbst geschriebenes Theaterstück erfreute die Zuschauer beim Abschlussfest der Bulaufreizeit zwischen der Ehrung der Gruppen. -  Fotos: Ziesecke

Rödermark - Die erste Woche der Sommerferien ist vorbei und damit auch der erste Höhepunkt: Die beiden großen kirchlichen Freizeiten haben am Samstag nach sechs lebhaften Tagen ihre Tore wieder geschlossen. Von Christine Ziesecke

280 Kinder hatten ihren Spaß auf der Bulau und auf dem Kirchengelände in Waldacker. Das erste gute Fazit lautet: Alle sind gesund (bis auf wenige Stiche und kleinere Kratzer), alle trocken geblieben (die Unwetterfronten zogen freundlicherweise spätabends oder nachts über Rödermark) und alle ausgetobt und glücklich. Und das vielleicht Schönste: Alle Freizeitleiter werden, wenn es gut geht, nächstes Jahr wieder dabei sein.

„So langsam werd’ ich aber zu alt dafür“, schmunzelte Steffi Schwarzkopf beim Abschlussfest auf der Bulau. Sie konnte sich des Protests dagegen sicher sein. Gemeinsam mit Leon Ayahs und Larissa Weiser hatte sie mit ihrem großen Betreuerteam wieder einmal alles im Griff. „Dieses Jahr hatten wir besonders schöne Lager im Wald, die von den einzelnen Gruppen nur mit Naturmaterialien erbaut wurden“, freute sie sich über alle Kreativität der „Helden von morgen“ (so lautete das Freizeitmotto). Sogar eine vollständige Kirche war auf diese Weise entstanden.

Bulaufreizeit der Gallusgemeinde Urberach: Bilder

Geschmückt wartet eine Mitspielerin auf ihren Auftritt.

Andere Attraktionen der Woche reichten vom Heldenlauf bis zum Messen der Superkräfte oder zum Superhelden-Abc. Der Ausflug in den Freizeitpark Lochmühle durfte auch diesmal nicht fehlen. Die Gruppen mit so klangvollen Namen wie „Superman“, „Catwoman“, „Joker“ oder „Robin Hood“ lagen die ganze Woche über im spielerischen Wettkampf. Bei der Abschlussveranstaltung am Samstagmittag wurden sie zwischen Lagerbesichtigung und Bratwurst mit Urkunden ausgezeichnet. Ganz vorn landete die Gruppe „Hulk“ vor „Wonderwoman“ und „Batman“.
Weil so viel Aktion auch hungrig macht, war das heiß geliebte Küchenteam sechs Tage im Dauerstress. 65 Kilogramm Brot und 700 Brötchen, 40 Kilo Kartoffeln und 20 Kilo Gemüse, 300 Frikadellen und 600 Würstchen sind nur ein Teil dessen, was da so alles verschlungen wurde. „Es war das erste Mal, dass wirklich so gut wie nie etwas übrig geblieben ist“, freute sich Katharina Ayahs vom Kochteam. Pfarrer Klaus Gaebler dankte der Küchengruppe ebenso wie allen Betreuern.

Bilder: Abschlussfest der Stadtranderholung Ober-Roden

Nicht weniger wurde sicher bei der Stadtranderholung in Waldacker verspeist, deren Motto „In sechs Tagen durchs Jahr 2017“ schon den rasanten Ablauf andeutete. So vergnügt, wie es mit der Jahreszeit „Fastnacht“ am ersten Tag losging, so schwungvoll gings weiter. Zum Abschlussfest am Samstag, das wie immer mit einer kurzen Andacht von Diakon Eberhard Utz begann, war der symbolische Maibaum mit allen durchlebten Jahreszeiten geschmückt.

Vergnügliche Tänze und freche Lieder, von den Gruppen präsentiert, gab es beim Abschlussfest der Stadtranderholung auf dem Kirchengelände in Waldacker.

Luis Rebmann und Niklas Metz und ihr Team mit wenigen neuen und vielen langjährigen Gruppenleitern und Helfern hatten jedenfalls am Nachmittag kaum mehr Stimme vor lauter „Emmi-tscha“ und mehr, doch der Spaß war immer noch riesig. Das kunterbunte Programm mit vielen heißen Tänzen und coolen Liedern der einzelnen Gruppen, immer „vorgeturnt“ von ihren Betreuern, begeisterte die Teilnehmer ebenso wie ihre Eltern. Darbietungen wie „Sommerküken“ oder „Magische Miesmuscheln“, „Hoabachs Wilde Acht“ oder die „Stadtrand-Knaller“ sorgten dafür, dass eine herumgehendes Sammelbox für die Betreuer gut gefüllt wurde.
Bei der Vorstellung der einzelnen Küchenfrauen (und diesmal auch wieder -herren) und aller Teamer konnten sich die Erwachsenen auch davon überzeugen, wie beliebt dieses Team bei ihren Kindern war. Dass bei so viel Vergnügen die sechs Tage wie im Flug vorbeigingen, ließ ein Elternteil zu dem Themenvorschlag kommen: „Liebe Teamer der Stadtranderholung, vielleicht macht ihr nächstes Jahr mal statt ‚In sechs Tagen durchs Jahr 2017’ dann ‚In sechs Wochen durchs Jahr 2018’!“ Der Beifall aller auf dem Platz war ihm gewiss.

Zur Erleichterung ihrer Aufgabe bekamen die beiden „Chefs“ von ihrem Team schon mal ein neues Megafon geschenkt – das schont dann auch die Stimmen.

Quelle: op-online.de

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