Ferienspaß in freier Natur

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Die Fahrradgruppe bei der Ferienbetreuung der „Schülerkiste“: sie unternimmt Ausflüge in nahe gelegene Freizeitparks, zu Wasserspielen oder auch mal zu Schafen und Kühen.

Ober-Roden - Am 16. August wird das Freizeitpädagogische Zentrum „Schülerkiste“ ein Jahr alt. Sie betreut derzeit 170 Kinder der Kinder der Trinkbornschule (ohne Breidert-Dependance) vor und nach dem Unterricht und in den Ferien. Von Christine Ziesecke

Bis auf zwei bis drei freigehaltene Notplätze ist sie ausgebucht, doch alle Elternwünsche konnten berücksichtigt werden. Leiterin der „Schülerkiste“ ist Vera Hilkert, zuvor 13 Jahre lang Leiterin des Ober-Röder Hortes und nun pädagogische Leiterin der „Schülerkiste“. Ab 1. August hat sie 18 pädagogische Mitarbeiter zur Seite.

Die „Schülerkiste“-Projektgruppe „Alles, was schwimmt“ bastelt kreative Wassergefährte vom Styroporfloß bis zum Nussschalenboot und lässt sie anschließend auf der Rodau schwimmen – zum Abschluss gibt’s eine große Arche.

Bis vor einem Jahr waren 65 Kinder im städtischen Kinderhort und 50 Kinder bei der Betreuung des Fördervereins der Schule, der von Lydia Drengwitz und Heidi Bennemann geleitet wird und 1996 gegründet wurde; er weist zur Zeit etwa 340 Mitglieder auf. Diese beiden Einrichtungen wurden 2010 zusammengelegt und auf 150 Kinder aufgestockt. Träger ist der Förderverein in Kooperation mit der Stadt, die das Projekt weiterhin unterstützt. Die Mitarbeiter des früheren Hortes, der weiter genutzt wird, sind quasi von der Stadt mit ausgeliehen.

Während der Schulzeit betreut die „Schülerkiste“ Kinder von 7 bis 17.30 Uhr, einschließlich der Verpflegung in der neuen Mensa der Trinkbornschule. Die Kosten für die Eltern gleichen denen der Betreuung in den Kindergärten: 201 Euro etwa für die Ganztagsbetreuung einschließlich des Essens oder 130 Euro bis 15 Uhr.

Rund 80 Kinder in Ferien angemeldet

In den Ferien, in denen mit Ausnahme der ersten drei Wochen der Sommerferien generell geöffnet ist, sind derzeit rund 80 Kinder angemeldet. Fünf Projektgruppen etwa gibt’s in dieser Woche: Die „Fahrradgruppe“ radelt über Eppertshausen, wo Schafe und Rinder besucht werden, weiter ins Freizeitzentrum in Münster oder zur Thomashütte, zum Diamantensee und zum Steinbruch, zum Abenteuerspielplatz auf der Bulau oder zu den Wasserspielen nach Hergershausen. In der Gruppe „Welt der Tiere“ werden Hundekekse gebacken. Eine Frau mit Hund kommt zu Besuch, die Rodau und ein Bauernhof werden ebenso besucht wie ein Hundesalon. Die Gruppe „Wald-Wasser-Wiese“ baut hinter der Kläranlage Hütten und ein Waldsofa oder besucht die Waldkobolde.

„Alles, was schwimmt“: hier bauen die Kinder kleine Boote und wandern damit an der Rodau bis nach Jügesheim und bauen zum Schluss eine Arche. Eine andere Projektgruppe will die Rodau säubern oder mit dem dort vorhandenen Ton vor Ort gestalten.

Lunchpakete bei Ausflügen

An der Cafeteria warten jeweils schon zwei Mitarbeiterinnen mit einem riesigen Berg Lunch-Pakete und Bananen auf die Ausflügler und bekommen großes Lob aus kleinem Mund: „Gestern das Essen war lecker!“ Lunchpakete wird’s auch in der nächsten Woche geben, wenn die Kinder in kleinen Gruppen Ausflüge zu den Wasserspielen Tannenwald in Neu-Isenburg oder ins Dialogmuseum machen.

Zielsetzung der Betreuung in den Ferien ist es, einen Ausgleich zu schaffen und dabei auch mehr Zeit für und mit den Kindern zu haben. In der Schulzeit wiederum „sollen sich die Kinder vor allem wohlfühlen. Wir wollen allen ein Gefühl vermitteln, hier ein bisschen zuhause zu sein. Dafür gibt es kleine Räume gerade hier im Hort, wo sie sich zurückziehen können, oder einen Ruheraum“, erläutert Vera Hilkert die Bemühungen, die Kinder zur Selbständigkeit zu erziehen und mit in die Verantwortung zu nehmen. Schon jetzt verlangen das große Gelände Schulgebäude, Hort, Mensa und Schulhof viel Selbständigkeit der Jüngsten.

Weitere Infos zum Förderverein finden Sie hier 

Das ganz große Ziel heißt Ganztagsschule, wovon derzeit die 1. Stufe erreicht ist, die „pädagogische Mittagsbetreuung“. Stufe 2 ist dann die „offene Form“, an der man teilnehmen kann; doch die Schule möchte langfristig die 3. Stufe erreichen, die gebundene Ganztagsschule – verpflichtend. Ziel ist es, Platz zu schaffen für 200 Schüler an der Stammschule.

Quelle: op-online.de

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