Ferienspiele in Rödermark

Sport spielerisch vermitteln

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Luca Frühwein (19) von der Judo-Abteilung des KSV Urberach führte zusammen mit Tim Rentsch Kinder spielerisch in die Kunst des Judo ein: Ihr Ziel war es, ihnen Selbstverteidigung nahe zu bringen und den Spaß an diesem Sport zu vermitteln.

Ober-Roden - Wer sich in diesen Osterferien langweilt, ist selber schuld - vorausgesetzt, er ist ein Kind und sucht Abwechslung. Von Christine Ziesecke 

Allein im „RömKids“-Programm der städtischen Jugendarbeit gibt’s zwölf Angebote, die von Comiczeichnen über Sport bis zum Elektroworkshop reichen und fast alle Altersgruppen abdecken. Gleich am ersten Ferientag ging’s los mit der Sportwoche Rödermark, die schon zum fünften Mal stattfindet. „Wir hatten allerdings dieses Jahr Probleme, ausreichend viele Vereine zu finden, die sich mit ehrenamtlichen Helfern und entsprechenden Angeboten beteiligen“, bedauert Sozialpädagogin Stephanie Grabs. „Die potenziellen Ehrenamtlichen in den Vereinen sind ausgelastet, und gerade in der Ferienzeit fehlen auch viele wegen eigener Pläne.“

Erstmals fehlt in diesem Jahr die KSV-Badmintonabteilung, weshalb die Zahl der Teilnehmer auf 25 reduziert werden musste. „Mehr wäre nicht mehr zu gestalten gewesen.“ Immerhin können die Kinder an drei Tagen jeweils zwei Sportarten für vor- und nachmittags auswählen: Schwimmen mit dem Verein zur Förderung des Schwimmsports (VFS) im Badehaus, Judo mit dem KSV in der Helene-Lange-Schule, Handballschnuppern mit dem BSC in der Sporthalle der Nell-Breuning-Schule, Tennis beim TC Ober-Roden. Rund wird die Sportwoche durch die Stadt, die den alten Feuerwehrturm zum Klettern öffnet und das Programm mit Tischtennis, Billard und mehr in den JUZ-Räumen ergänzt.

„Mitmachen konnte jeder zwischen sechs und zwölf Jahren, auch wenn wir Teilnahmegebühren haben“, ergänzt Stephanie Grabs. Ist das Geld in Familien knapp, springen der Kreis mit seinem Bildungs- und Teilhabepaket - etwa bei Flüchtlingskindern - oder die Stiftung Rödermark ein. Bei zwei Kindern einer bedürftigen Familie musste nur eines zahlen. Grabs: „Unser Problem sind nicht die fehlenden Mittel, sondern die Erreichbarkeit derer, die es betreffen würde. Wenn wir etwa im JUZ oder im „Schiller-Haus“ den Kindern Handzettel mitgeben, können sie zuhause von der Mama oft nicht gelesen werden. Das klappt alles nur über persönliche Ansprache.“ Manchmal muss die Stadt auch regelnd eingreifen und bestimmte Kontingente für diese Personengruppen reservieren, denn generell sind natürlich die deutschsprachigen Familien schneller bei der Anmeldung. „Wer jetzt schon weiß, dass er für die Sommerferien etwa Zuschüsse braucht, soll sich rasch melden. Ebenso sind wir dankbar, wenn sich jetzt schon Vereine melden, die nächstes Jahr bei der Sportwoche mitmachen wollen“, blickt Sozialpädagogin Grabs nach vorne.

Schwimmen, Judo oder Handball: Kinder genießen Osterferien

Schwimmen, Judo oder Handball: Kinder genießen Osterferien

Wichtigstes Ziel dieser Ferienwoche ist es, den Kindern die Möglichkeit zu geben, in verschiedene Sportarten hineinzuschnuppern und in ihnen den Spaß daran zu wecken. Entsprechend vergnüglich, keineswegs stressig, aber auch nicht immer ganz mühelos sind die Spiele und kleinen Wettkämpfe, die Vereine oder Gruppen vorbereitet haben. Den krönenden Abschluss machte gestern Nachmittag eine Olympiade, die von Steffen von der Lühe, einem angehenden Sportstudenten, der derzeit seinen Bundesfreiwilligendienst im „Schiller-Haus“ ableistet, konzipiert und begleitet wurde.

Quelle: op-online.de

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