Ab in die Ferne

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Garantiert ein Lacherfolg: Zehntklässler tanzten Ballett im blassrosa Tutu und auf Spitze.

Ober-Roden - (chz) 227 Neunt- und Zehntklässler der Nell-Breuning-Schule erhielten gestern Nachmittag ihre Abschlusszeugnisse. Alle feierten, doch nicht alle verlassen die Schule - 95 von ihnen bleiben der Nell-Breuning-Schule (NBS) erhalten; sie wollen die Oberstufe besuchen und ihr Abi machen.

Im Gegensatz dazu endete die NBS-Laufbahn mit dem Hauptschulabschluss für 42 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen. 14 beginnen im August eine Lehre, meist im Handwerk oder im Einzelhandel, berichtete Stufenleiter Ulrich Vogel. Der überwiegende Rest besucht Berufsfachschulen oder hat sich für das Berufsgrundbildungsjahr entschieden.

Auch viele der 90 Realschulabgänger gehen an weiter führende Schulen. Nur 25 von ihnen haben einen Lehrvertrag in der Tasche.

Blumen gab‘s von den Abgängern für die Organisatoren, die Stufenleiter und für während ihrer Schulzeit besonders beliebte Zeitgenossen.

Gleich 15 Ex-Zehntklässler zieht‘s für ein Jahr ins Ausland. Mit der Schweiz, den USA oder Kanada bevorzugen die meisten klassische Ziele. Exoten wie Panama sind die Ausnahme. Vogel: „Das hatten wir in vergangenen Jahren in diesem Umfang nicht gehabt.
Gemeinsam mit Rektor Jochen Zeller ehrte Bürgermeister Roland Kern in der Kulturhalle die Besten aus den 9. und 10. Klassen. Bester Hauptschulabgänger ist Eugen Bensel (Klasse 9c). Für die beste Realschulprüfung der Klasse 10a und zudem für vorbildliches Arbeits- und Sozialverhalten wurde Carolin Schuster gewürdigt, Melanie König bekam diese Auszeichnung in der Klasse 10d, in der 10g erhielt Alexander Gotta das beste Abschlusszeugnis. Leistungsstärkster Schüler der 10b ist Felix Sterkel.

Großen Einsatz im Computerbereich zeigte besonders Christian Klappich (10c). Der Dank an die Jahrgangssprecherin ging an Vanessa Sieber (10f). Marco Wirth wurde für sein Einsetzen für seine Mitschüler und dafür, dass er „die Stimmung im Klassenverband aufgelockert hat“, öffentlich gelobt. Nach grob gerechnet 12 000 Unterrichtsstunden nahmen schließlich die Schülerinnen und Schüler ihre Zeugnisse in Empfang.

Bereits am Vorabend hatten die 10. Klassen mit einem großen Abschlussball in der Kulturhalle elegant und feierlich das Ende ihrer Mittelstufenzeit zelebriert. Im umfangreichen Bühnenprogramm wechselten sich treffende Schulsketche, herzergreifend komisches Männerballett und ausdrucksstarke Tänze, selbst getextete Lieder, Videoclips und eine Schwarzlichtshow ab.

Auffallend deutlich vermittelten die Jugendlichen ihre Freude und ihre Dankbarkeit darüber, diesen Schritt geschafft zu haben, und das sonst übliche Durch-den-Kakao-Ziehen der Lehrer entfiel fast restlos zugunsten von liebevoll vorbereiteten Auftritten als Dankeschön vor allem an die Klassenlehrer.

Stellvertretend für alle, deren Schulzeit nicht ganz reibungslos verlief, gab Cenk Odabas eine klare und humorvolle Kurzfassung seiner zunächst wahrlich nicht gerade löblichen Karriere als Störer und Pausenclown, der kurz vor der Ziellinie noch den Dreh gefunden und dank seiner Freunde tatsächlich seinen Abschluss geschafft und nun eine Friseurlehre bekommen hat.

Quelle: op-online.de

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