Notorischen Verkehrssünder festgenommen

Rödermark (akr) - Schluss mit Autofahren ist seit heute Mittag für einen 31-Jährigen, der bereits unzählige Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Führerschein vorzuweisen hat. Seine zwanghafte Leidenschaft gipfelte in einem Verkehrsunfall, bei dem ein Familienvater tödlich verletzt wurde.

Erst am 29. Februar dieses Jahres war der 31-Jährige wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit Fahren ohne Fahrerlaubnis zu einer Strafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt worden. Der Antritt dieser Strafe stand allerdings noch offen.

Am 2. März wurde der leidenschaftliche Autofahrer in Offenbach am Steuer eines Autos erwischt, nur drei Tage später in Frankfurt. Am Dienstagmorgen erfolgte die Festnahme des 31-Jährigen.

Eine Ruhestörung führte zur Kontrolle in Rödermark, berichtet die Polizei. Dabei stellten die Ordnungshüter fest, dass inzwischen ein Haftbefehl des Amtsgerichts in Aschaffenburg gegen den Mann vorlag und nahmen ihn fest.

Zwanghaft immer wieder hinters Steuer

Scheinbar zwanghaft musste der Festgenommene immer wieder Auto fahren und nahm sogar Unterschlagungen und Diebstähle in Kauf. Dafür hatte er in der Vergangenheit bereits mehrfach Haftstrafen kassiert. Offensichtlich zeigte er jedoch nur wenig Reue, sondern machte sich wohl sehr viel mehr Sorgen um seine eigene Zukunft. So sei er extra noch schnell von Rödermark nach Offenbach umgezogen, um in einer angenehmeren Justizvollzugsanstalt seine Haft abzusitzen.

Zudem hatte er, kaum dass er die Freiheitsstrafe kassiert hatte, auch schon wieder sein altes Verhalten an den Tag gelegt und sich erneut hinters Steuer gesetzt. Die Festnahme des 31-Jährigen am Dienstagmorgen dürfte seine Pläne etwas durcheinander gebracht haben: Durch die „vorgezogene“ Inhaftierung sitzt der 31-Jährige nun in Frankfurt, statt wie erhofft in Weiterstadt.

Quelle: op-online.de

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