Rödermark

Feuerwehr in Rödermark schlägt Alarm

Es gibt zu wenig Personal für Einsätze, der Nachwuchs fehlt. Ein Katastrophenstab soll gebildet werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Rödermark leidet unter Personalmangel – davor warnte Stadtbrandinspektor Herbert Weber bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag. Es gebe „ein sehr großes Problem bei der Tageseinsatzstärke“, sagte Weber laut einer aktuellen Mitteilung der Stadt.

Insgesamt elf Einsatzkräfte stehen laut Feuerwehr aus verschiedenen Gründen für Einsätze tagsüber nicht mehr zur Verfügung. Wegen der gesetzlichen Altersgrenze müssten bis Januar 2020 zwei weitere Kameraden ausscheiden. Das im Brandschutzbedarfsplan von den Stadtverordneten beschlossene Ziel, dass innerhalb von zehn Minuten neun ausgebildete Einsatzkräfte vor Ort Hilfe leisten, könne nicht mehr vollumfänglich gewährleistet werden. Weber appellierte an die Stadt, die Beschlüsse und Empfehlungen aus der Brandschutzkommission umzusetzen.

Bürgermeister Jörg Rotter (CDU) kündigte die Aktivierung einer Brandschutzkommission an. Außerdem habe er dem Stadtbrandinspektor den Auftrag erteilt, zusammen mit dem Magistrat ein Konzept für die Einrichtung eines Katastrophenstabes zu entwickeln.

An der Kapellenstraße sollen laut Rotter gemeinsame Räume für die Feuerwehr und das Ordnungsamt entstehen, was zu Synergieeffekten führen soll.

Laut dem aktuellen Bericht wurde die Feuerwehr in diesem Jahr zu insgesamt 291 Einsätzen gerufen, davon 67 Brandeinsätze und 192 Hilfeleistungen, etwa wegen eingeklemmter Personen, zum Öffnen von Türen bei Unfällen und Einsätzen nach Unwettern.

Beschimpft und angegriffen

Neben Einsätzen etwa nach Suiziden sind es laut Weber oft alltägliche Einsätze die für die Einsatzkräfte belastend sind. Immer wieder würden Feuerwehrleute beschimpft oder körperlich angegriffen. Zuletzt sei das im August der Fall gewesen, als es wegen eines Sturms zu Verkehrsbehinderungen kam. „Eine Situation, mit der einige Zeitgenossen leider nicht umgehen können“. 

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