Schwarze Wolke über Festplatz

Wind bläst Flächenbrand von Wiese auf Baumaterial

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Eine schwarze Qualmwolke waberte am Rand des alten Ober-Röder Festplatzes. Ein Flächenbrand hatte auf Wasserrohre übergegriffen, die im Neubaugebiet „An der Rodau“ verlegt werden sollten.  

Ober-Roden - Der erste Flächenbrand des Jahres verwüstete nicht nur mehrere hundert Quadratmeter Wiese, sondern zerstörte auch Kunststoff-Wasserrohre, die für die Erschließung des Neubaugebietes am Ober-Röder Festplatz vorgesehen waren.

Die Scherben achtlos zerdepperter Flaschen waren offenbar Ursache eines Flächenbrandes am Rand von Ober-Roden. Das sagte Ingbert Zacharias von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Südosthessen gestern gegenüber unserer Zeitung. Die Feuerwehr war nach Auskunft von Stadtbrandinspektor Herbert Weber am Samstag kurz nach 16 Uhr mit dem Hinweis, am Festplatz würde „ein bisschen Baumaterial brennen“, alarmiert worden. Eine dicke schwarze Rauchwolke zeigte den Einsatzkräften, dass dort mehr brannte: Weit über 400 Quadratmeter trockene Wiese standen in Flammen, das Feuer griff auf einen Stapel Kunststoffrohre über. Die sollten im Neubaugebiet auf dem früheren Festplatz verlegt werden.

Die Feuerwehr Ober-Roden bekämpfte den ersten Flächenbrand des Jahres mit 30 Kräften. „Hier in Rödermark herrscht erhöhte Waldbrandgefahr, also Stufe drei von fünf, weil es seit Wochen nicht mehr kräftig geregnet hat“, warnt Stadtbrandinspektor Weber. Gefährdet sind aber nicht nur Wälder und Wiesen, sondern auch Straßenränder: Die mal eben aus dem Auto geschnickte Zigarettenkippe entzündet das vertrocknete Gras der Böschung. Und dann ist’s nicht mehr weit bis zu einem ausgedehnten Flächenbrand.

Potenzielle Brandstifter sind Fans des Freiluftgrillens in Feld und Wald. Die vermeintlich ausgeglühte Kohle wird einfach weggekippt. Brandursache Nummer drei sind Scherben, die wie ein Brennglas wirken. Das Feuer am Festplatz hat’s einmal mehr bewiesen.

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Wer Zeuge eines Wald-, Wiesen- oder Böschungsbrandes wird, sollte keinesfalls selbst Löschversuche unternehmen, sondern den Feuerwehrnotruf 112 wählen. Denn der böige Wind facht die Flammen an und macht ein Feuer unkontrollierbar.

Immerhin: Der Brand dürfte die Arbeiten im Neubaugebiet nicht ernsthaft verzögern. Thomas Kron, der Chef der Bauverwaltung, geht davon aus, dass innerhalb einer Woche Ersatz für die verbrannten Rohre geliefert wird. (lö)

Quelle: op-online.de

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