Flirrende Metallkunst und animierte Kurzfilme

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Das Offene Atelier fängt bei Familie Thürck schon im Garten an: Zum 11. Mal präsentierte Ingeborg Thürck ihre Kunst bei sich zu Hause in Urberach, diesmal gemeinsam mit ihren ebenfalls künstlerisch arbeitenden Söhnen Andreas Thürck und Christopher Wild sowie mit der Lyrikerin Ursula Veith.

Rödermark - Auf zwei Adressen konzentrierte sich der Tag des offenen Ateliers. Beide sind nicht mehr neu auf dem örtlichen Kunstparkett und beide sind eine wahre Schatzkiste für Liebhaber jeder Stilrichtungen. Von Christine Ziesecke 

Schon aus großer Entfernung erkennbar ist der Garten von Ingeborg Thürck in der Dresdener Straße in Urberach. Zum elften Mal war sie schon dabei, diesmal stellte sie mit ihren Söhnen Christopher Wild und Andreas Thürck unter dem Titel „Leben – Welch Eine Stille“ aus. Auch schon seit zehn Jahren dabei war Lyrikerin Ursula Veith, die gerade ihr viertes Buch veröffentlicht hat. Umrahmt wurden Ausstellung und Lesung mit Gitarrenmusik von Sadegh Moazzen und seinen Freunden

Verblüfft wanderten neue Besucher durch das dekorative Haus, das ebenso wie der verwunschene Garten zum Atelier verwandelt wurde und wohl das Ergebnis tagelanger Vorbereitung war. „Für uns ist das immer ein großes Happening, an dem wir alle zusammenkommen, zusammen kochen und essen und alles vorbereiten“, freut sich die Familie.

„Wir sind immer gerne offen für Besucher“

Unter seinem Künstlernamen Christoph Wild präsentierte Sohn Stefan diesmal ausdrucksstarke großformatige Bilder wie etwa das angedeutete Portrait des Friedensnobelpreisträgers Mohamed el-Baradei. Zudem ist sein erster Gedichtband gerade erschienen.

Sein Bruder Andreas, Student an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, Kurzfilm-Preisträger und Designer für Bewegungsgestaltung, zeigte seine nagelneuen Fotoserien sowie einen eigenen animierten Kurzfilm. Ingeborg Thürck selbst war hauptsächlich mit Acryltechnik sowie mit ihrer neuesten künstlerischen Aussageform vertreten: eine Autobiographie in Gestalt von Selbstportraits. „Viele Menschen sind überrascht, dass wir hier in so viel Kunst leben – dabei sind wir immer gerne offen für Besucher, ein kurzer Anruf vorher genügt“, lädt die Künstlerin auch außerhalb des „Tages des Offenen Ateliers“ in ihr Heim ein.

Baummensch oder Froschweibchen

Sigrid Lang stellte am Tag des Offenen Ateliers nicht nur eigenen Werke aus, sondern bot ihren Garten auch anderen Künstlern an.

Zum dritten Mal hatte auch Sigrid Lang ihren großen idyllischen Garten im Breidertring geöffnet. Sie stellte nicht alleine ihre Mosaike aus, zu denen neu in diesem Jahr Betonskulpturen wie etwa der Baummensch oder das Froschweibchen kamen. Zu Gast waren auch wieder viele weitere Rödermärker Künstler wie etwa Elfie Köhl, Karin Kück, Uschi Huther, Annelie Schnack, Wilhelm Glaser oder Manfred Minten sowie Verena Frenken aus Rollwald. Flirrende Metallkunst zwischen naturbelassenem Holz oder Wurzeln, bunte Blumen auf Acryl neben lebendiger Herbstblumenpracht, dazwischen vielseitige Mosaike der alteingesessenen Ober-Röderin Sigrid Lang: „Ich arbeite schon seit über 25 Jahren künstlerisch“. Sie bevorzugt Mosaikarbeiten, hat aber auch schon andere kreative Objekte geschaffen, wie in Haus und Garten im Breidertring 22 überall zu entdecken ist. Spannend ist immer die ungewöhnlich bunte Mischung verschiedenartigster und zumeist höchst humorvoller Kunst – der Betrachter konnte die ganze Fülle kaum in sich aufnehmen.

Quelle: op-online.de

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