Noch kein Bauantrag für lange Piste in Egelsbach

Urberach (lö) - Der Betreiber des Flugplatzes Egelsbach hat die Verlängerung der Landebahn und die Einführung eines instrumentengestützten Anflugsystems nun auch offiziell beantragt.

Diese angebliche Neuigkeit versetzte die Rödermärker Bürgergruppe gegen Fluglärm und Tiefflüge (RBgT) in Aufruhr. Doch niemand konnte der Initiative sagen, ob die Nachricht stimmt oder nicht. Die FDP nahm sich der Sache an und konnte nach einem Gespräch in Wiesbaden vorläufig Entwarnung geben: Weder beim Hessischen Wirtschaftsministerium noch beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt ging ein Antrag ein.

Lesen Sie dazu auch:

Mal wieder Krach um den Krach

Tobias Kruger, Fraktionsvorsitzender der FDP Rödermark, und Kreisvorsitzender René Rock wollten den Fachleuten die Sorgen der Rödermärker vor Augen führen. Sie klagen immer häufiger über Düsenflieger, so genannte Lear-Jets, dicht über ihren Dächern. Wichtigste Erkenntnis des Gesprächs, an dem auch Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) teilnahm: Aktuell liegt keinerlei Antrag auf Ausbau des Flugplatzes oder Einführung eines instrumentengestützten Anflugsystems vor.

Gleichzeitig versicherten die Behördenvertreter, sofort und direkt zu informieren, wenn ein solcher Antrag eingereicht würde. Ein Antrag wäre keinesfalls automatisch genehmigungsfähig. Vorher würde ein „absolut transparentes Verfahren“ eingeleitet, bei dem alle Belange gehört und gegeneinander abgewogen würden; ein neuer Planfeststellungsbescheid wäre zwingend erforderlich.

Nach Auskunft von RP und Ministerium hat sich die Zahl der Fluglärm-Beschwerden und eingeleiteten Verfahren seit 2009 stetig verringert und lag 2011 nur noch bei rund einem Viertel der Beschwerden von 2009. Im Jahr 2010 wurden drei Verwarnungen ausgesprochen und fünf Bußgeldbescheide versandt.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema

Kommentare