Beschwerden meist ohne Wirkung

Fluglärmgegner klagen über Düsenjets

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Urberach - Die Rödermärker Bürgergruppe gegen Fluglärm und Tiefflüge (RBgT) will den Luftverkehr von und nach Egelsbach weiter genau beobachten. „Entwarnung verbietet sich gänzlich“, sagte ihr Sprecher Rainer Hoffmann beim politischen Frühstück der SPD.

„Fluglärm - und keiner kann sich wehren“ hatte die SPD ihre Sonntagsveranstaltung betitelt. Die Mittel sind - sehr zum Leidwesen der RBgT - begrenzt. Ende Mai hatte der Hessische Verwaltungsgerichtshof zum Beispiel eine Klage der Stadt Rödermark gegen die Routen nach Egelsbach abgewiesen und festgestellt, dass gegen dieses Urteil keine Revision möglich ist. Jetzt will der Magistrat Beschwerde gegen diesen formalen Aspekt einlegen, um seine Sachargumente in einem weiteren Verfahren vorzubringen.

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Nach wie vor werde Rödermark von so genannten „High Performance Aircrafts“ (Düsenjets mit bis zum 20 Tonnen Gewicht) überquert. Dies geschehe offenbar auch häufig unterhalb der vorgegeben Sicherheits-Mindestflughöhe. „150 bis 200 Meter Flughöhe sind hier keine Seltenheit“, klagte Hoffmann beim SPD-Frühstück. Trotz vieler Proteste, zahlreichen Gesprächen und eigenen Vorschlägen für alternative Routen hat sich aber offenbar nicht viel geändert. Beschwerden bei den dafür zuständigen Stellen zeigen keine oder kaum Wirkung.

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Bekommt der Flugplatz Egelsbach eine längere Landebahn und ein instrumentengestütztes Landesystem? Das sind die zentralen Punkte der Ausbaupläne des Betreibers Netjet. Um die ist es zwar still geworden, doch zurück genommen wurde nach den RBgT-Erkenntnissen nichts. Hoffmann: „Im Gegenteil: Die Polizei baut die Hubschrauberbasis auf dem Flugplatz umfassend aus.“ Erfreut zeigte sich Hoffmann aber über die Tatsache, dass die Politik in Rödermark ausnahmslos an einem Strang zieht. Darum würden ihn seine Mitstreiter in den Nachbarkommunen beneiden.

Quelle: op-online.de

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