Etappensieg für Fluglärmgegner

Rödermark (bp) - Die Stadt und die Rödermärker Bürgergruppe gegen Fluglärm und Tiefflüge (RBgT) haben im Bemühen um alternative Flugrouten zum Flugplatz Egelsbach einen Etappensieg errungen. Die Deutsche Flugsicherung soll auf Betreiben der Stadt und der RBgT neue Routen prüfen, die Rödermark von Fluglärm entlasten.

Landrat Oliver Quilling unterstützt dies. Die gewünschte Route führt über Wald und nicht über Rödermärker Stadtteile. Dieses Ergebnis der jüngsten Sitzung der Kommission zur Abwehr des Fluglärms für den Verkehrslandeplatz Egelsbach teilte Bürgermeister Roland Kern gestern mit.

Die Stadt Rödermark und die RBgT hatten einen Antrag an die Fluglärmkommission gestellt, der die Änderung der Anflug- und Abflugverfahren für „High Performance Aircrafts“ (HPA) zum Ziel hat, damit die Business-Jets nicht mehr direkt über Wohngebiete fliegen. Die Flieger überqueren – gemäß den seit März 2008 gültigen Vorgaben der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) – vor allem bei Westwind-Wetterlage und damit in Richtung Egelsbach direkt die Ortsteile Ober-Roden und Urberach mit bis zu 300 km/h und unterhalb der sogenannten Sicherheitsmindesthöhe. Die Hessische Flugplatz GmbH geht als Betreiber des Verkehrslandeplatzes davon aus, dass die Zahl solcher Flüge in den kommenden Jahren weiter zunimmt.

Flugsicherung will eigenen Vorschlag einbringen

Dem Antrag der Stadt Rödermark zur Prüfung einer Änderung der HPA-Anflug- und Abflugverfahren wurde in der Fluglärm-Kommission nun einstimmig bei zwei Enthaltungen stattgegeben. Dieser Antrag wurde mit zwei von der RBgT ausgearbeiteten Anlagen bei einer Besprechung mit Landrat und Bürgermeister der DFS überreicht.

„Nun liegt es an der Deutsche Flugsicherung, ihre auf einer ersten Besprechung mit der Stadt Rödermark und der Bürgergruppe schon im Dezember 2010 in Langen gemachte Aussage einzulösen“, sagt Kern. Damals hatte sich die DFS bereit erklärt, Alternativen zur gegenwärtigen, mitten über Rödermark führenden Anflugroute zu untersuchen, sofern die Fluglärm-Kommission dies für den Flugplatz Egelsbach beschließt. Im Juni werden Kern, die RBgT und Landrat Quilling erneut bei der Flugsicherung vorsprechen. „Wir werden unsere Vorstellungen mündlich ergänzen. Auch will die Flugsicherung einen eigenen Vorschlag einbringen“, berichtet der Bürgermeister. Es gehe dabei darum, Rödermark durch einen steileren Anflug aus einer größeren Höhe als bisher zu entlasten.

Der Stadt schwebt allerdings vor, dass die Flugroute „Richtung Eppertshäuser Wald“ verlegt wird, ohne andere Wohngebiete der Nachbarkommune zu belasten. Die Jets würden dann südlich von Ober-Roden und Urberach Waldgebiet überfliegen und nicht mehr die Stadtteile selbst.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Liane Groß / pixelio.de

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