Frauen verstärken AWO-Vorstand

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Heinz Jakobi legte nach 16 Jahren seinen Vorstandsposten nieder und wurde als Anerkennung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Anke Wunderlich (Dritte von links), Irmtraud Backes (Vierte von links) und Waltraud Schimmel (links) sind neu im AWO-Vorstand.

Urberach - (chz) Einen kleinen Umbruch gab es bei der Jahreshauptversammlung der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Der Vorstand kann sich über drei neue Mitglieder freuen, die dennoch die Kontinuität der Arbeit gewährleisten, da sie bereits seit geraumer Zeit auch ohne Amt und Würden aktiv mitgearbeitet haben.

Im Beisein von 15 der derzeit 73 Mitglieder wurde nach der einstimmigen Wiederwahl von Marianne Gräser als Vorsitzender die 25 Jahre junge Anke Wunderlich zur Stellvertreterin gewählt. Die Justizangestellte wollte „gern auch mal etwas Karitatives machen“und ist durch ihre Mutter, Schriftführerin Irina Wunderlich, gut auf die Arbeit vorbereitet.

Neue Kassiererin ist Irmtraud Backes, die auch die Mitgliederverwaltung übernimmt, aus der sich Heinz Jakobi nach langjähriger Tätigkeit zurückzieht. Beisitzer sind für die nächsten drei Jahre Irmgard Jütten, Ingrid Krümmelbein, Theo Frieß, Günther Keller und Waltraud Schimmel, die sich bereits seit einem Jahr erfolgreich um die Tagesfahrten kümmert. In die Kreiskonferenz delegiert wurden Marianne Gräser, Günther Keller und Theo Frieß; die Kassenprüfung übernehmen weiter Karlheinz Oberfranz und Hatice Cavus.

Einstimmig hatte der alte Vorstand zuvor beschlossen, Heinz Jakoby als kleine Anerkennung für zwölf Jahre als stellvertretender Vorsitzender und weitere vier Jahre als höchst aktiver Beisitzer zum Ehrenvorsitzenden vorzuschlagen. Vor allem Irmi Backes als Kassenwartin freute sich, dass der Geehrte versprach, ihr auch weiter mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, solange es seine Gesundheit erlaube.

Zuvor hatte Vorsitzende Marianne Gräser in ihrem Bericht die Arbeitsschwerpunkte 2008 zusammengefasst: Familiennachmittag, Seniorenferienfreizeit, Tagesfahrten, Gremienarbeit im Kreisverband, im Seniorenbeirat, im Netzwerk Senioren Rödermark und im Arbeitskreis Freie Wohlfahrtspflege sowie gemeinsame Veranstaltungen mit der Stadt zum Thema „Mit Demenzkranken leben“.

Altenpflegerin Irmgard Jütten berichtete aus der Demenzgruppe „Leuchtturm“, die derzeit sechs feste, zum Teil sehr fortgeschritten kranke Gäste hat. Gemeinsam mit acht ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, die fast alle inzwischen eine Ausbildung durchlaufen haben, fanden an 42 Montagen Treffen statt, dazu wurde zweimal zu Hause ausgeholfen.

Ingrid Krümmelbein berichtete über die geleistete Hausaufgabenbetreuung, die zur Zeit für zehn bis zwölf Kinder im heimischen Umfeld geleistet wird. Jeden ersten Dienstag im Monat bietet Waltraud Schimmel Tagesfahrten an, bei denen durchschnittlich 40 Teilnehmer Ausflüge machen oder sich in den Wintermonaten bei der TS Ober-Roden treffen. Für die inzwischen 17. Senioren-Ferienfahrt kann deren Leiter Günther Keller noch Anmeldungen entgegen nehmen.

Etwas besorgt klang der Kassenbericht. Erstmals kam es 2008 durch den leichten Mitgliederschwund und die vermehrten Hilfsangebote zu einem leichten Fehlbetrag in der Vereinskasse.

Zwei Neuerungen sieht die Vorsitzende in diesem Jahr kommen. Nach der erteilten Anerkennung bei der Pflegekasse möchte der Verein die häusliche Pflege ausbauen; je nach den Besuchszahlen wird vielleicht eine zweite Leuchtturm-Gruppe aufgebaut. Zudem wird die finanzielle Unterstützung von Kindern aus einkommensschwachen Familien beim Schulanfang und bei Hilfsmitteln während der Schulzeit verstärkt. Dazu hat Irmgard Jütten Kontakte mit den Fördervereinen der Schulen und Kitas aufgenommen, um an Adressen von Betroffenen zu gelangen. Die Spenden können auf Wunsch auch anonym gehandhabt werden; Spendenbescheinigungen sind selbstverständlich.

Quelle: op-online.de

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