Frauenfeind auf Fastnachtsbühne hat es schwer

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Auf Landgang: Offiziere, Leichtmatrosen, Schiffsjungen und Smutjes auf dem Narrenschiff der KSV-Gymnastikfrauen.

Urberach ‐ Alle Jahre wieder ist der närrische Abend der Gymnastikfrauen des KSV eine gelungene Mischung aus Tanzvergnügen und närrischer Unterhaltung. Von Christine Ziesecke

Die mehrfach eingeschobenen Tanzpausen, in denen in diesem Jahr wieder die Zwei-Mann-Kapelle Peter und Werner für die richtigen Töne bis hin zu Musik von Chris Roberts oder Fastnachtsschlagern sorgte. „In the Navy“ sorgte gleich einmal für den musikalischen Rahmen um den Kappenabend, in dem die Gymnastikfrauen als Leichtmatrosen und Offiziere unter der Leitung ihrer Kapitänin Hildegard Löbig das KSV-Narrenschiff steuerten und auch entsprechende Tänzchen wagten. Sie tanzten überhaupt viel und gern - nicht nur auf dem Parkett im Saal, sondern auch auf der Bühne, so etwa die Montagsfrauen als zauberhaftes Schwanenseeballett und mit „Thriller“ als Hommage an Michael Jackson oder die Ladykracher als sexy Polizistinnen auf närrischer Streife. Für reizvollen Gardetanz sorgte die Maxigarde des KSV, die in diesen Tagen von Termin zu Termin wandert, mit ihrem Showtanz zu „It‘s raining men“ oder die beiden hochklassigen Tanzmariechen Svenja Beer und Luisa Martinez.

Gewohnt charmant und gewandt moderierte Hildegard Löbig die Beiträge aus den eigenen Reihen der weiblichen KSV-Mitglieder, traf aber auch gemeinsam mit Maria Schmitt als tratschende Petronella und Rosamunde den Lachnerv des Publikums. Lydia Suderleith erzählte aus ihrem kurzfristigen Traumjob als Stewardesse der Orwisch Airlines, der gemeinsam mit Pilot Irmibert alias Irmtraud Daum abrupt mit einer Notlandung in der Bachgasse endete. Sylvia Geis plauderte gewohnt trocken über ihre eher unüblichen Methoden als Biobäuerin bis hin zu den handgestrickten Tomatenpullovern und Himbeermützchen, und XXL-Model Hilde gab Intimes aus ihrem Laufsteg-Leben bei Karl Lagerfeld preis.

Ein Frauenfeind in närrischer Gestalt von Moni Heeb lästerte zwar mal eine Runde über die Frauen (damit die Männer auf der Sitzung auch mal zufrieden waren), doch schon der nächste Sketch rund um einen müffelnden Theaterbesuch rückte die Männerwelt wieder in ein eher fragwürdiges Licht.

Die Gymnastikfrauen des KSV bewiesen wieder einmal, dass in einem gesunden Körper oft auch ein gesunder und fröhlicher Geist steckt. Das Ergebnis waren dreieinhalb Stunden Programm, eine spritzige Mischung aus einstudierten Tanzbeiträgen sowie fetzigen Sketchen und viel Musik. Die Gäste dankten es beim gemeinsamen „Hey Orwisch!“ zum Finale aller Fastnachter mit lang anhaltendem Applaus.

Quelle: op-online.de

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