Freie Wähler Rödermark auf schwieriger Suche nach politischem Profil

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Führungs- und Reizfigur der Freien Wähler in einer Person: Bürgermeisterkandidat Manfred Rädlein

Rödermark ‐ Links, rechts, mitte? Die Freien Wähler Rödermark wollen sich in keine Schublade stecken lassen. Am Mittwochabend nominierten sie Manfred Rädlein zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl. Von Michael Löw

Allerdings war das Votum für den früheren FDP-Politiker nicht einmütig. Die Freien Wähler (FW) suchen zehn Monate nach ihrer Gründung immer noch ihren Platz in der politischen Landschaft Rödermarks. Zwei Beispiele aus der Mitgliederversammlung, mit der sie die Kommunalwahl 2011 vorbereiteten: Die wenig überraschende Nominierung von Manfred Rädlein zum Bürgermeisterkandidaten war einigen Mitgliedern schon wieder zu viel FDP. Und ein bekennender Wechselwähler fragte nach grünen Elementen im Wahlprogramm.

Einig waren sich die Teilnehmer einer Mitgliederversammlung in drei Dingen. Die Stadt gibt zuviel Geld aus, der Flugplatz Egelsbach darf nicht zum Flughafen werden, die politische Kaste muss entmystifiziert werden.

Drei Nein-Stimmen

Manfred Rädlein, Mitte September erst aus der FDP ausgetreten, wurde erwartungsgemäß zum Bürgermeisterkandidaten der FW gewählt. In geheimer Wahl erhielt er 14 Ja- und drei Nein-Stimmen. „Wird es uns zur Ehre gereichen, dass Sie schon einmal für die FDP Bürgermeister werden wollten?“, befürchtete Carmen Butz eine zu große Nähe zur kritisierten politischen Kaste. Ähnliche Bedenken hatte auch Renate Naumann, die Vorsitzende der Seniorenhilfe Rödermark, formuliert.

Dem amtierenden Bürgermeister Roland Kern stellte Heiß ein miserables Zeugnis aus: „Für einen grünen Bürgermeister ist die Stadt sehr wenig grün!“

Quelle: op-online.de

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