„Häfner Open“ am Samstag ist eine bunte Mischung

Freiluftspektakel zum Nulltarif

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Ben Smalls tritt bei „Häfner Open“ während der Bandpausen auf, ist aber weit mehr als ein Lückenfüller. Smalls interpretiert den großen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart ebenso virtuos wie respektlos. 

Urberach -  Nach drei Jahren Pause macht das Alternative Zentrum (AZ) den Häfnerplatz wieder zur Bühne für Pop, Rock und Straßentheater. Das Freiluftspektakel „Häfner Open“ steigt am Samstag, 19. August, von 16.30 bis 22.30 Uhr.

Es ist Teil des Kultursommers Südhessen, dank zahlreicher Sponsoren ist der Eintritt frei. Zur Kunst kommen Stände mit internationaler Küche, Cocktails und kühlen Getränken.
„IZE“ (gesprochen „ais“) machen den musikalischen Anfang. Die fünfköpfige Formation aus Mannheim bringt eine Mixtur aus Pop, Funk und R’n’B auf die Bühne. Mit ihrem modernen Stil, der weder auf Eingängigkeit noch auf musikalischen Anspruch verzichtet, wollen die Jungs vor allem eines: Die Zuhörer mit Groove anstecken.

In der Rockgeschichte gibt es wohl kaum eine Band, deren Shows einen derart legendären Status haben wie Led Zeppelin. Da scheint es fast vermessen, wenn sich eine Gruppe deutscher Musiker an die Songs ihrer britischen Idole wagt. Doch „Mad Zeppelin“ gelingt es tatsächlich, den majestätischen Sound der Original-Band, die urwüchsige Power der Rhythmusfraktion und die dynamische Interaktion zwischen Lead-Gitarre und Gesang auf die Bühnen im Hier und Jetzt zu zaubern. Die Band spielt die Rocklegenden nicht einfach nur nach, sondern zelebriert ihre Songs gemeinsam mit dem Publikum.

Shootingstars aus Simbabwe entern die Bühne von „Häfner Open“ gegen 20 Uhr: Erfrischend und aufregend neu klingt die junge Afro-Fusion-Dance-Combo Mokoomba aus dem südlichen Afrika. Sie verbindet traditionelle Rhythmen aus ihrer Heimat mit urbanen Latin-Sounds, Soul, Funk und Human-Beat-Box-Einlagen. Die Musiker um Leadsänger Mathias Muzaza stammen alle aus der Tonga-Region, wo die weltberühmten Victoria-Wasserfälle strömen. Ihre Songs handeln von der Liebe und dem Leben in Simbabwe, aber auch von sozialen Missständen und der Aids-Gefahr. Auf ihren Touren im Sommer 2012, 2013 und 2014 standen sie auf Bühnen von Roskilde (Dänemark) bis Sziget (Ungarn). Arte-TV brachte eine Reportage über ihr Konzert beim Paleo-Festival in der Schweiz. Überall hat Mokoomba einen großen Eindruck und viele begeisterte Fans hinterlassen. Die dritte CD „Luyando“ ist gerade erschienen und betont die afrikanische Musiktradition.

„Häfner Open“ in Urberach

Um 16.30 Uhr und zwischendurch gibt Ben Smalls den virtuosen Pausenclown, Jongleur und Tänzer. Liebhaber des Straßentheaters sollten pünktlich sein. Smalls liebt Mozart, seine Leidenschaft für dessen Musik ist mitreißend. In seiner clownesken Hommage entführt er das Publikum auf eine Reise durch die schönsten musikalischen Werke des Komponisten und interpretiert diese auf neue Art: feinsinnige Choreographien, witzige Slapsticks und tanzende Objekte wie Bälle, Keulen und wirbelnde Notenständer ziehen die Zuschauer in ihren Bann. (lö)

Quelle: op-online.de

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