Freiwillige Wehr zum Anfassen

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Gemeinsam mit der Jugendabteilung der Johanniter Unfallhilfe demonstrierte die Jugendfeuerwehr Erste-Hilfe-Maßnahmen wie etwa das Anlegen eines Dreiecktuchs.

Urberach - (chz) Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Urberach - das hieß diesmal für die Besucher nicht nur zuschauen und staunen, sondern selber anfassen, mitmachen und ausprobieren.

Die Floriansjünger, die seit längerer Zeit mit einer eher unzureichenden Materialausstattung kämpfen müssen und deshalb zum Selbermachen übergegangen sind, wollten auf sich aufmerksam machen und die Werbetrommel rühren. Der positive Nutzen daraus ist vor allem die Transparenz der Arbeitsmethoden für den Bürger, der nur selten ahnt, was an Arbeit und Materialeinsatz selbst hinter einfachen Arbeitsgängen der freiwilligen Wehrleute steckt.

Der Feuerwehrtag der Freiwilligen Feuerwehr Urberach wurde bei strahlendem Wetter zu einem kleinen Familienfest. Ein Spielparcours auf dem Festplatz hielt die Jüngsten bei blendender Laune, dafür sorgten ein Bobbycar-Hindernislauf ebenso wie Spritzübungen an der Holzwand. Am Stand der Jugendfeuerwehr wurden gemeinsam mit der Jugendgruppe der Johanniter Unfallhilfe kleine Wunden „verarztet“, und der große Fuhrpark vom Rettungswagen bis zu Löschzügen, die besichtigt und erklommen werden konnten, tat ein Übriges. Doch auch Erwachsene interessierten sich für die Angebote wie etwa das Hantieren mit einem Feuerlöscher, um im Ernstfall schnell den richtigen Knopf zu finden. Überrascht waren viel von den Folgen einer Fettexplosion, wofür die Freiwillige Feuerwehr Egelsbach der Jugendfeuerwehr Urberach eigens eine originalgetreue Küchenzeile geliehen hatte, anhand derer Versuche gemacht wurden. Die Feuerwehr Darmstadt half mit einem entsprechenden Container aus. Erste Maßnahmen beim Brand einer Holzhütte oder einem Flächenbrand konnten von den Gästen ebenso unterstützt werden wie die Arbeit an hydraulischem Gerät. Gespannt verfolgten die Besucher eine Vorführung der Bergwacht des DRK, die das Abseilen vom Feuerwehrturm demonstrierte und auch interessierten Hobbykletterern dabei half. Für Essen und Trinken war reichlich gesorgt, und der Spielmannszug der Feuerwehr Messel gab ein mittägliches Platzkonzert.

Ansprechpartner, auch für einen möglichen Test, sind die Vereinsvorsitzenden Ralph Reblin, 06974 / 960513, und Uwe Ewert, 06074 / 66277.

Im Mittelpunkt stand die Aktion des Vereins der Freiwilligen Feuerwehr, der Werbung machte, um der Einsatzabteilung eine robuste und hitzebeständige Wärmebildkamera anzuschaffen, nicht nur für die Brandbekämpfung, sondern auch zum schnelleren Lokalisieren von Schäden. Ein Vorführmodell der hochwertigen Kamera konnte im eigens dafür verrauchten Bereitschaftsraum ausprobiert werden.

Quelle: op-online.de

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