Fremdensitzung des KSV

Sexy Revolverladys auf Männerfang

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Die Mädchen der KSV-Mini-Garde sind auf dem besten Wege, mal ganz Große zu werden; sie haben ja gute Vorbilder im Verein.

Urberach - Die erste Fremdensitzung des KSV Urberach wurde von internem Geplauder des Elferrates an der Sektbar eröffnet. Doch halt! In diesem Satz liegen mindestens zwei Fehler, denn erstens gab's keine Fremden auf der Sitzung, sondern langjährige Freunde der KSV-Fastnacht. Von Christine Ziesecke 

Und zweitens saßen streckenweise weit mehr als elf „Elfer“ auf der Bühne. Die gerade nicht Gebrauchten aus dem großen Elfer-Pool kümmerten sich um das Geschehen im Saal. Der etwas andere Start machte die närrischen Gäste neugierig. Sie wurden kraftvoll und lautstark von einigen Mitgliedern von „Spirit of Music“, dem volltönenden und im vergangenen Jahr ausgezeichneten Drum and Bugle Corps, mitsamt ihren Tänzerinnen begrüßt. Die kräftigen Kerle machten die Bühne frei für die Kleinsten und Jüngsten: die KSV-Mini-Garde, die zur Musik von Pipi Langstrumpf über die Bühne hüpfte und tanzte. Aus Mühlheim kam der Witzeerzähler und Sitzungspräsident der dortigen katholischen Fastnacht Wolfgang Sterr. Als Hausmeister einer Wohnanlage wusste er viel Derb-Deftiges zu berichten.

Entspannend danach: die KSV-Garde „Red Diamonds“ - Sträflinge und Polizistinnen, die ihren Showtanz zur Musik von Pink Panther präsentierten. Auch die Gardemädels der „Red Sweet Devils“ bekamen Applaussalven, nicht zuletzt auch wegen des Marianne-Rosenberg-Medleys. Die „Red Dancing Stars“ wiederum tanzten zu Mozartklängen - eine gefühlvolle Mischung. Aus dem wahren Leben plauderte einmal mehr Florian Althaus. Der frisch gebackene Papa berichtete von Freud und Leid mit dem Nachwuchs, nicht ohne auch auf Zeugung und Schwangerschaft zurückzublicken. Vom anderen Ende des Lebens, dem Gestorben-Sein, berichtete der Eppertshäuser Peter Helfmann als neu angesiedelter Bestattungsunternehmer. Da blieb den Zuhörern manches Lachen etwas schräg im Hals stecken.

Heino-Parodie „Ladykracher“

Nicht so bei den zwei Hexen, die sich auf dem Kallemannsberg trafen, Lydia Suderleith und Renate San Nicolas. Ihre lebhaften Erzählungen, musikalisch unterstützt von „Checker“ und dem Elferrat, brachten den Saal zum Grölen. Gut nachvollziehen konnte auch so mancher Zuhörer Hildegard Löbigs Erfahrungen als Rentnerin, die gerade ihren 70. Geburtstag gefeiert hatte: „do war der Deibel los“ - und das nicht nur beim Besuch des Ersten Stadtrats!

Am stärksten ist der KSV-Karneval immer schon bei seinen eigenen Gruppen. Diesmal allen voran wieder die Montagsfrauen, die mit einer Heino-Parodie den Nagel auf den Kopf trafen, und die „Ladykracher“, die diesmal in aufreizenden Kostümen einen Cowboy als Mann suchten. Der Elferrat bot sich bei diesen Aussichten nur zu gerne an, auch wenn Sitzungspräsident Lars Löbig als Schlosser mit dem richtigen Wissen rund ums Feilen und Schmirgeln gerade auf die Walz ging.

In jeder Kampagne des KSV ein Höhepunkt: das Männerballett. Diesmal machten sich die KSV-Mannen allerdings nicht nur zum Affen, sondern auch zu Bienen: Im Maja-Outfit tollten sie um Trainer Ralf Jungermann über die Bühne und durch den Saal und verteilten ihren Nektar. So leicht und locker, als wären sie zeitlebens geflogen... Und die Kampagne fängt erst an. Die beiden Sitzungen sind glücklich über die Bühne gegangen; nun warten die Narren auf die Beach-Party am 15. Februar; den Kinder-Maskenball am 22. Februar und den närrischen Abend der Gymnastikfrauen am 1. März. Ehe es zum großen Showdown kommt: dem Orwischer Rosenmontagszug am 3. März.

Quelle: op-online.de

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