Freude sogar auf Hausaufgaben

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Was kommt da wohl auf uns zu? Spannung, Neugier und auch ein ganz, ganz kleines bisschen Angst lag in den Augen der neuen Erstklässler, die gestern in der Halle Urberach von ihren älteren Mitschülern mit Liedern aus dem Afrika-Musical „Tuishi Pamoja“ begrüßt wurden.

Rödermark (lö) - Der Abwärtstrend an den Rödermärker Grundschulen ist - zumindest in diesem Jahr - gestoppt.

Sowohl die Trinkbornschule als auch die Schule an den Linden meldeten gestern ein kleines Plus bei den ABC-Schützen: In Ober-Roden besuchen 151 Kinder die sieben ersten Klassen und die Vorklasse (2010: 144), in Urberach wurden 94 Kinder (2010: 82) in vier Klassen eingeschult. Auf Dauer jedoch dürfte die Zahl weiter sinken.

Die Urberacher Erstklässler und ihre gut 500 Gäste schritten zwar nicht über den berühmten roten, wohl aber über einen grünen Teppich zur Einschulungsfeier. Der machte die Baustelle am Eingang der Halle Urberach stöckelschuh-, kinderwagen- und rollatortauglich. Musiklehrerin Sigrid Margraf und der Schulchor hießen die Neulinge musikalisch willkommen.

40 Prozent der hessischen Schulen haben keine Sporthalle

Rektor Thomas Pohl war für die Fakten zuständig: Das Staatliche Schulamt hat der Schule an den Linden alle Lehrer zugewiesen, um die Stundentafel hundertprozentig abzudecken. Dazu gehören auch zwei Stunden Religion pro Woche, die nach Konfession und nicht wie in vielen anderen Schulen nach Jahrgängen unterteilt sind. Zufrieden ist Pohl auch mit wöchentlich drei Sportstunden in den eigenen Hallen. Interessant in diesem Zusammenhang: 40 Prozent aller hessischen Schulen haben keine eigene Sporthalle.

Auch seine Ober-Röder Kollegin Angela Behle hatte gestern kaum Grund zu Klagen. An der Trinkbornschule sind ebenfalls alle Lehrerstellen besetzt. Mit Sebastian Albert übernimmt erstmals seit vielen Jahren wieder ein Mann eine erste Klasse.

Bürgermeister Roland Kern warb sowohl in Ober-Roden als auch in Urberach nachdrücklich fürs „zur Schule gehen“. Bewegung und Sauerstoff am frühen Morgen steigern Fitness und Konzentrationsfähigkeit, wohingegen die Fahrt im „Taxi Mama“ oft haarsträubende Verkehrssituationen vor den Schulen heraufbeschwört.

Kern hat die städtische Ordnungspolizei angewiesen, ihre Aufmerksamkeit in den nächsten Wochen verstärkt auf die Straßen vor den drei Schulgebäuden in der Trinkbrunnen- und Töpferstraße sowie im Breidert und auf den Weg dorthin zu richten.

Quelle: op-online.de

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