Helfer machen klar Schiff in der grünen Mitte

Frühjahrsputz in Weidenkirche

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Mit Rodauwasser und Wurzelbürsten rückten die Helfer beim Frühjahrsputz den Winterspuren auf den Bänken zuleibe.

Urberach - Der erste Termin für den großen Frühjahrsputz in der Weidenkirche direkt in Rödermarks grüner Mitte an der Rodau musste wegen schlechten Wetters abgesagt werden. Jetzt kamen die Freiwilligen allerdings zum Zug.

Pfingsten wird dort erstmals in diesem Jahr Gottesdienst gefeiert.

Der Vorbereitungsabend auf den neuangesetzten zweiten Termin ließ trotz breiter Werbung wenig Gutes erahnen. Nur fünf Leute trafen sich, um gemeinsam festzulegen, wo die Prioritäten zu setzen waren. Doch die knapp zehn Helfer aus den meisten der Rödermärker Kirchengemeinden, die sich am Samstag Vormittag zur handfesten Arbeit trafen, kamen zügig voran. Sie sind fast alle seit Jahren im Team, das sich früher um Rüdiger Kurz von der Petrusgemeinde und jetzt vor allem um Maria Bäcker von der Gallusgemeinde zusammenfindet und ganz genau weiß, wo am dringendsten angepackt werden muss.

Die Bänke waren diesmal über die Wintermonate nicht abmontiert und anderweitig eingelagert worden. Das ersparte Transport- und Aufbauarbeit, erforderte nun aber eine gründliche Reinigung mit Rodauwasser und Wurzelbürsten, um die leichte Moosschicht zu entfernen.

Pfingsten erster Gottesdienst

Der Hauptaugenmerk galt aber den Reparatur- und Verschönerungsarbeiten am immer dichter werdenden Laubwerk der Weidensetzlinge. Diese bilden jetzt – frisch verknüpft und verflochten – schon an weiten Stellen des dreiblättrigen Kirchenschiffes ein geschlossenes Dach, das bald auch gut belaubt sein wird und damit die Kirchenbesucher vor Regen ebenso wie intensivem Sonnenschein schützt.

Mit dem ökumenischen Pfingstgottesdienst, gemeinsam gefeiert von allen Rödermärker Pfarrern am Pfingstmontag, geht das Weidenkirchen-Halbjahr los. Von da an werden die Gläubigen neben vielen sonntäglichen Gottesdiensten an jedem Freitag um 18 Uhr zu einer kurzen Andacht eingeladen, im Wechsel gestaltet von einzelnen Kirchen- und Pfarrgemeinden – und das bei jedem Wetter.

Je besser die Weidensetzlinge im Erdreich am Oberwiesenweg verwurzelt sind, umso weniger müssen sie im Sommer gegossen werden. Doch bei allzu trockenen Monaten sind alle Passanten gebeten, mal mit einem der am Gelände vorrätigen Eimer ein paar Dutzend Liter Wasser aus der nahegelegenen Rodau zu holen und sie den Weiden zu gönnen.

Generell hofft das Team um Maria Bäcker inständig, dass in diesem Jahr weniger kopflose Vandalen das grüne Gotteshaus und seine markanten Bestandteile zerstören werden. Zumal die Freiluft-Kirche, die 2007 anlässlich des großen Rödermark-Festes in der grünen Mitte eingeweiht wurde, gerade von der Petrusgemeinde während der kommenden Sommermonate vermehrt für Gottesdienste genutzt werden werden muss, nachdem ab Pfingsten die Petruskirche wegen Renovierung für einige Wochen geschlossen bleibt.

chz

Quelle: op-online.de

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