Sanierungspause im Badehaus

Der letzte Sprung vorm Winter

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Fünf Monate Sanierungspause im Badehaus: Bürger durften gestern zum Nulltarif ausbaden, was Kommunale Betriebe und Baufirma ausgehandelt hatten. Das Badehaus war gestern fest in der Hand überwiegend junger Gäste.

Urberach - Eine Mischung aus Wehmut, Ausgelassenheit und Vorfreude lag gestern über dem Badehaus. Die Stadt hatte am letzten Tag vor der Sanierung zum kostenlosen Ausbaden und Ausschwitzen eingeladen, mehrere hundert Stamm- und Zufallsgäste kamen. Von Michael Löw 

Schon nach einer Stunde tummelten sich 120 Kinder und Erwachsene in Bad und Sauna. Das sind rund dreimal soviel wie an einem normalen Sonntagmorgen, erläuterte Badehaus-Chef Markus Reents. Bis 17 Uhr zählten die Damen am Empfang fast 600 Besucher. Obwohl die Kommunalen Betriebe kräftig für den Spaß zum Nulltarif geworben hatten, zückten etliche Besucher das Portemonnaie. Bei denen war die Freude dann besonders groß.

„Das wird sehr, sehr schwierig für uns“, beantwortete Stefan Mayer aus Dieburg die Frage, wie er die badehauslose Zeit bis Dezember überbrückt. Er kommt mit Frau und Töchtern regelmäßig nach Urberach. Allen Mayers gefällt, dass Schwitzen, Schwitzen und Planschen in lockerer Atmosphäre möglich sind. Ein ganz dickes Lob zollt Stefan Mayer dem Personal: „Am Empfang, im Bad und in der Sauna gibt"s nur Top-Leute!“

Seine Familie geht während der kommenden Monate entweder daheim in Dieburg oder in Groß-Zimmern baden. Aber alle hoffen, dass der Umbau schnell über die Bühne geht. Denn nur in der Seesauna des Badehauses können die Mayers ihren Lieblingsaufguss genießen - Udo Mohrs „Tropenregen“. Markus Reents und seinem Team blieb wenig Zeit für Wehmut, nachdem gestern Abend die letzten Gäste gegangenen waren. Noch in der Nacht leerten sie Nichtschwimmer- und Planschbecken in einem Zug. Der Löwenanteil der 600.000 Liter Wasser schwappt allerdings im Schwimmerbecken. Das wird über zwei Tage hinweg geleert. Sonst würden die Wassermassen die Technik-räume fluten.

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Unten, in der Saunalandschaft, geht"s schneller. Dort muss die Badehaus-Mannschaft nur die Schneekabine abtauen. Den Rest erledigen die Arbeiter, die die Firma Lupp nach Urberach schickt. Die wollen heute Morgen gleich damit anfangen, die Rutsche und die Blockhütte im Kinderbereich zu entfernen. Und dann beginnt das große Hämmern, Bohren und Abdichten, damit aus der vom Volksmund belästerten „Tropfsteinhöhle“ wieder ein Schwimmbad wird, das seinen Besuchern einen Tag Urlaub vor der Haustür garantiert.

Quelle: op-online.de

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