Futterhäuschen sollen Spatz, Meise & Co. wieder in Gärten des Breidert locken

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Alle freuen sich über das neue Futterhäuschen.

Rödermark - Der Kindergarten in der Zwickauer Straße hat ein neues Futterhäuschen bekommen. Von Michael Löw

Mächtig strecken musste sich Eric Hauptvogel, um Sonnenblumenkerne. Senfsaat und Weizenkörner in das neue Futterhäuschen des Kindergartens Zwickauer Straße zu streuen. Dort begann eine Gemeinschaftsaktion, die wieder Vögel in unsere Gärten locken soll. „Sperlinge findet man heute nur noch, wo es ein Café oder einen Mc Donalds gibt“, bedauerte Werner Weber vom Naturschutzbund (NABU).

Viele Vogelarten, die noch vor wenigen Jahren im Ort daheim waren, finden dort keine Nahrung mehr. NABU, städtische Kindergärten, die Breidert-Grundschule, das Haus Morija und die Sparkasse Dieburg, die 2000 Euro fürs Material spendet, wollen mit zehn Futterhäuschen und etlichen Nistkästen dafür sorgen, dass es zwischen den Häusern im Süden von Ober-Roden wieder häufiger piept, zwitschert und trällert. Andreas Julius übernimmt die Patenschaft für das erste Futterhäuschen. Vögel auch außerhalb strenger Winter zu füttern, war für den NABU lange tabu.

Doch die Verödung vieler Gärten, so Verena Henschler, habe ihn zum Umdenken gezwungen: Nur menschliche Hilfe garantiere zumindest eine bescheidene Artenvielfalt. Weber forderte eine Landschaftspflege, die dem Vogelschutz gerecht wird: „Wir müssen dafür sorgen, dass Brachflächen gemulcht und gepflegt werden. Sonst breiten sich Jakobskreuzkraut und Ambrosia immer weiter aus.“ Die Samen dieser Pflanzen sind für Vögel schädlich. Landschaftspflege im Kleinen betreiben schon Kita-Leiterin Lydia Drengwitz (links) und ihre Kinder. Sie pflanzen im Garten Sonnenblumen, Rosen und Holunder.

Quelle: op-online.de

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