„Echte Chance mitten im Ort“

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Auch Interessenten aus Nachbargemeinde - hier evangelische Kirchenvorstände aus Nieder-Roden - schauten sich Entwürfe und Modelle an.

Urberach (chz) ‐ Eine Woche lang waren in der St. Gallus-Kirche die Modelle des neuen Gemeindezentrums gleich nebenan, die ehemalige Bäckerei Böffinger, ausgestellt. Im Mittelpunkt stand dabei natürlich der Entwurf des Darmstädter Büros Netzwerkarchitekten, dem eine Jury nach reiflichem Abwägen den ersten Preis zuerkannte.

Sabine Fichtbauer, seit 14 Jahren zuständig fürs Essen für Alleinstehende: „Für mich ist die wichtigste Frage: Wo ist die Küche? Wo sind die WCs? Wo ist Raum für meine Senioren? Das ist alles ganz toll aus im neuen Modell. Ich wohne selbst in der Robert-Bloch-Straße - wenn ich etwas vergessen habe, kann ich schnell heimgehen, toll. Wenn’s doch endlich so weit wäre!“

Es dient nun als Grundlage für den endgültigen Bau. Das Interesse war groß, die Meinung war fast einhellig positiv. Carlos Kramer und Kuno Bruckner etwa, zwei rüstige Mitglieder der Generation 60+, interessierten sich nicht nur für die Pläne, sondern auch für die kleinformatigen Modelle aller eingereichten Exposés. Dabei gerieten sie rasch mit drei Mitgliedern des Kirchenvorstandes der evangelischen Kirchengemeinde in Nieder-Roden ins Gespräch, die sich ein paar Anregungen für ihre eigenen Umbaupläne holen wollten: „Wir müssen schließlich das Rad nicht jedes Mal neu erfinden!“

Bardo Suderleith, Organist: „Ich bin sehr zufrieden. Es ist tatsächlich ein Modell, das versucht hat, unsere Forderungen nach einem hellen Gebäude und einer Begegnungsstätte umzusetzen. Manches ist vielleicht etwas überspitzt, aber man wird sehen, ob endgültig alles so bleibt. Wir haben Jugendräume, es wirkt einladend und passt am besten ins Stadtbild hinein.“

Gespannt wurden vor allem die sieben Giebel der hölzernen Dachkonstruktion und die großen Glasflächen im Parterre diskutiert. Hier werden aus Gründen der Pflegeintensität und der Koste noch am ehesten Abstriche gemacht werden müssen, vermutete Diplom-Ingenieur Albert Grix, Vorsitzender des Bauausschusses von St. Gallus. Er hatte im Preisgericht beratende Funktion. „Aber es ist ein gutes Modell, ein richtiges Haus der Begegnung, hell und kommunikativ, so dass man schon im Vorbeigehen Lust bekommt hineinzugehen. Es ist eine echte Chance, mitten im Ort unsere christlichen Aufgaben zu verwirklichen!“ Bauausschuss und Verwaltungsrat leisten die nächsten Vorarbeiten.

Apollonia Szamatulski, gebürtige Urberacherin: „Ich finde das ganz in Ordnung. Der Entwurf ist sehr hell und wirkt einladend. Es gibt genügend Räume für alle Gruppierungen der Pfarrei und endlich eine Toilette. Und im übrigen soll es ja auch zur Kirche passen. Also ich bin hundertprozentig einverstanden Was es kostet, steht auf einem anderen Blatt.“

Dann wird die alte Bäckerei abgerissen. Wann Grundsteinlegung oder gar Richtfest gefeiert werden können, ist noch nicht klar erkennbar. „Wenn der Bauantrag durch ist, werden wir sehen, wie schnell gearbeitet werden kann. Der erste Spatenstich dürfte allerhöchstens im Frühjahr gemacht werden, hoffentlich früher“, freut sich Pfarrer Klaus Gaebler auf die neue Begegnungsstätte.

Quelle: op-online.de

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