Ganz Urberach in Schunkellaune

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Die „Boddschamber“ waren einfach nur blau.

Orwisch (bp) ‐ Der einzige Niederschlag im närrischen Orwisch bestand gestern aus Konfetti. Und das regnete aus einem strahlend blauen Himmel in kunterbunten Massen.

Gut 1 200 Narren machten sich in 33 Zugnummern bei herrlichem Sonnenschein auf den von tausenden Gästen gesäumten Weg durch die Gassen. Clowns („Los Cravallos“), Hexen (Fußgruppe „OME“), Raben aus Ebbedei (Eppertshausen) und die Hippies des Zeltlagers Ober-Roden zauberten ein farbenfrohes Bild und versetzten ganz Urberach in Schunkellaune.

Ins Rotlichtmilieu entführten die Alten Herren der TG Ober-Roden und ihre knackigen Animierdamen - ganz nach deren Motto: „Drum lassen wir es heute krachen, und‘s Santa Fe wieder erwachen“. Kein Rosenmontagszug des KSV ohne Anspielungen auf die Politik. So machten die Mitglieder der „Unabhängigen Gruppe Ober-Roden“ die Biotonne als lästige Schmeißfliegen madig: „Bio tobt!“ Um die Bürgermeisterwahl ging es hingegen beim Motivwagen des MTV, der Aladins Wunderlampe zeigte, aus der die fünf Kandidaten emporstiegen: „Fünf Geister in der Lampe stecken, welchen werden wir erwecken?“ war die alles entscheidende Frage. „Wir treiben‘s bunt“ meinten die katholischen Frauen Urberach wörtlich und kamen als farbenfrohe Blüten daher. Die „Dachsanierer“ des BSC ließen es da schon rustikaler angehen.

Gleich mehrfach bevölkerten Piraten und Räuber die Straße. Die TS Ober-Roden schickte ihre Räuber aus, der Kerbstammtisch beschwor mit einem Motivwagen den „Fluch der Karibik“. Ein Augenschmaus waren wieder die KSV-Gymnastikfrauen und die Gruppe „Rödermärker Prinzenpaar“. Diese inszenierte vital und ausgelassen ein Café mitte uff de Gass - Bedienung inbegriffen.

Die Jugendfeuerwehr Ober-Roden ließ dagegen die Stadtteile Hochzeit feiern. Aus dieser fruchtbaren Ehe gingen dann die „Rödermärker“ hervor. Glückwunsch!

Quelle: op-online.de

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