Liberale starten neue Diskussionsrunde

Gedankenspiele zur Grünen Mitte

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Die Wiesen nördlich der L3097 sind ein malerischer Teil der Grünen Mitte. Sollte hier tatsächlich gebaut werden?

Rödermark - Die FDP Fraktion sorgt sich um die Grüne Mitte. In einem Antrag ans Stadtparlament möchten die Liberalen dieses Gebiet zwischen Ober-Roden und Urberach deshalb räumlich exakt definiert wissen und als Grünzug festschreiben lassen.

Ziel des Antrages ist es außerdem, naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen für Bautätigkeiten und bauliche Entwicklungen außerhalb der Grünen Mitte – soweit möglich – in der Grünen Mitte darzustellen. In der politischen Diskussion werde der Begriff der „Grüne Mitte“ zwar häufig und schnell gebraucht. Es gebe dafür aber keine „verbindliche Definition“. Diese Definition solle mit dem Antrag gegeben und festgeschrieben werden. Die Liberalen weiter: „Die Grüne Mitte ist für den besonderen Charakter von Rödermark mit zwei gleichgroßen räumlich getrennten Stadtteilen (von fünf) und damit für die Wohnqualität in der gesamten Stadt von enormer Bedeutung. Sie ist Naherholungsraum, bietet Raum zur Freizeitgestaltung, besitzt eine ganze Reihe von naturschutzfachlich hochinteressanten Flächen, ist ein bedeutendes Kaltluftentstehungsgebiet und damit für das Klima in der Stadt von großer Bedeutung. Daher sollten diese wertvollen Flächen langfristig als Grüngürtel (politisch) gesichert und festgeschrieben werden.“

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Die Grüne Mitte solle weiterhin als Naherholungsraum sowie dem Naturschutz dienen. Freizeitaktivitäten sollten weiter möglich sein. Dies schließe den Bau neuer Freizeit- und Erholungsanlagen mit ein. Für die FDP beinhaltet die so zu definierende Grüne Mitte nicht nur den zentralen Bereich um die Rodau, sondern auch den größten Teil der bisher unbebauten Fläche zwischen den beiden Stadtteilen. „Für uns reicht die Grüne Mitte von der Albert-Einstein-Straße bis zur Kapellenstraße und im Südwesten fast bis zur B486“, erläutert Fraktionsvize Dr. Rüdiger Werner das Konzept.

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„Mit dieser Definition sind einige kleinere Neubauflächen an den Rändern der Grünen Mitte möglich, aber keine großflächige Bebauung, wie sie zum Beispiel von der SPD vorgeschlagen wurde. Aus unserer Sicht brauchen wir diese zentralen Flächen nicht als Baugebiete. Sie sind in ihrer jetzigen Form für die Stadt und ihre Bewohner weitaus wertvoller. Dies gilt auch für Flächen am Alten Seeweg, die heute noch als Bauentwicklungsgebiete im Flächennutzungsplan eingetragen sind und für die im Falle einer mehrheitlichen Annahme unseres Vorschlages Ersatzflächen gesucht werden müssten.“ (bp)

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Quelle: op-online.de

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