ADFC beklagt schlechte Radwegplanung

Gefährliche Begegnung

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Rödermark - Rödermark ist noch weit davon entfernt, eine fahrradfreundliche Stadt zu sein. Zu dieser Erkenntnis kam die CDU nach einem Gespräch mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub.

Dessen Vorsitzender Hanno Wirth klagte, dass Rad- und Autofahrer immer wieder auf Kollisionskurs geraten. Vorstand und Fraktion der CDU hatten den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zu einem Gespräch über Verkehrspolitik eingeladen. Der ADFC Rödermark wurde im März 2013 gegründet und hat 115 Mitglieder. Vorsitzender Hanno Wirth forderte den Ausbau des Radweges in Richtung Messel. Der Waldweg vom Bienengarten brauche einen wasserbindenden Belag. Auch eine Optimierung des Radweges nach Eppertshausen war Gegenstand der Diskussion. Wirth erläuterte den Christdemokraten auch neue Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung (StVO). Die verbiete nämlich, „nach Belieben“ Fahrradwege zu errichten. Der Fahrradverkehr müsse grundsätzlich auf die Straße verlagert werden. Die CDU will nun verstärkt ein Augenmerk auf Randstreifen, Schutzstreifen und breite Fahrbahnen richten.

Sie will vor allen Dingen enge Straßen, Kreuzungen und das Ende von Radwegen unter die Lupe nehmen, um Unfallschwerpunkte zu reduzieren. Mündet ein Radweg in eine Straße, droht Gefahr durch Autos, deren Fahrer nicht mit schwächeren Verkehrsteilnehmern rechnen. Als Beispiel einer nicht ausgereiften Planung nannte Wirth das Radweg-Ende vorm Kino in Urberach. Es sei „schlicht eine schlechte Kombination mehrerer Lösungen“. Konfliktpotenzial birgt nach Ansicht von CDU und ADFC die Freigabe von Einbahnstraßen - sprich: Radler dürfen auch entgegen der Fahrtrichtung von Autos fahren. Der ADFC lehnt eine Pauschalregelung ab: Während enge Straßen wie die Robert-Bloch- oder die Bahnhofstraße echte Einbahnstraßen bleiben sollen, fordert der ADFC die Freigabe, wenn Platz vorhanden ist.

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Alles in allem waren die Christdemokraten von den Vorschlägen positiv überrascht. Sie räumten ein, dass an einigen Stellen mit Beteiligung des ADFC eine bessere Planung möglich gewesen wäre. Gerade bei anstehenden Baumaßnahmen soll daher auf dessen Rat zurückgegriffen werden.

(lö)

Quelle: op-online.de

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