Gefährliche Stolperfalle am Bahnhof

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Eine Stolperfalle, aus der sich ein daumendickes Stromkabel windet, ärgert seit etlichen Wochen Bahnkunden in Urberach.

Urberach - (lö) Eine Stolperfalle, aus der sich ein daumendickes Stromkabel windet, ärgert seit etlichen Wochen Bahnkunden in Urberach. Neulich sei eine Frau aus dem Tritt geraten und ihm direkt in die Arme gefallen, berichtete Kurt Krummholz von der „IG Dreieichbahn“.

Schlimmeres sei gottlob noch nichts passiert, aber die Gefahren, sich bei einem Sturz richtig weh zu tun, seien vielfältig. Das Kabel kommt aus einem Schacht, verläuft ein Stück über den Bahnsteig und führt in der Unterführung hinter eine Luke. Die ist ebenso offen wie der Schacht. Anfangs waren die beiden Gefahrenstellen noch abgesperrt. Aber seit Rowdys ihr Mütchen an den Sicherungen gekühlt haben, hat sich offenbar kein Bahnmitarbeiter mehr darum gekümmert. Krummholz hat schon bei „Station & Service“, dem Beschwerdetelefon der Bahn AG, reklamiert - Reaktionen gab‘s keine.

Auch Anrufe bei der Kreisverkehrsgesellschaft und beim Ordnungsamt waren vergebens. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte ein Sprecher der Bahn immerhin, um was für ein Problem es sich handelt: Hinter der Luke steckt die Elektrik der Hebeanlage, die nach starkem Regen Wasser aus der Unterführung pumpt. Die Anlage fiel nach einem Kurzschluss aus, Bahnmitarbeiter verlegten von oben ein provisorisches Kabel. „Die Anlage muss jetzt repariert werden“, erklärte der Bahnsprecher und räumte ein, dass seine Kunden noch eine Weile mit der Stolperfalle leben müssen: Die Handwerker kämen „innerhalb von zwei bis vier Wochen“.

Quelle: op-online.de

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