Gefahr an der B459: Das sagen die Behörden

Waldacker (lö) - „Für uns sind diese Einmündungen kein Unfallschwerpunkt“, erklärte Andrea Ackermann von der Pressestelle des Polizipräsidiums Südosthessen auf Anfrage unserer Zeitung.

Zwischen dem 1. Januar 2007 und dem 30. Juni dieses Jahres hat die Polizei am nördlichen Ende von Waldacker fünf Unfälle aufgenommen. Je zweimal hätten Autofahrer aus der Lerchen- oder der Hermann-Löns-Straße die Vorfahrt missachtet. Meist blieb"s laut Polizeistatistik bei Blechschäden, einmal wurde ein Mensch leicht verletzt. Diese Unfälle bestätigen die Beobachtungen der Anwohner. Unfall Nummer fünf - ein missglücktes Wendemanöver mitten auf der B 459 - passt nicht in dieses Schema.

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- Stephan Brockmann, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes Rödermark, begründete, warum seine Behörde Spiegel ablehnt: Sie würden zwölf Meter gegenüber der Einmündungen aufgestellt. Auf diese Entfernung hin könne man Geschwindigkeit und Abstände der Autos nicht mehr richtig einschätzen. Bei den Sperrflächen hingegen kommt das Ordnungsamt den Seitenstraßen-Anwohnern entgegen. Gestern ging ein Schreiben an Hessen Mobil, in dem die Stadt empfiehlt, acht statt der vorgeschriebenen fünf Meter als Parkverbot zu markieren. „Was gesetzlich geregelt ist, muss aber eigentlich nicht durch Markierungen gekennzeichnet werden“, erinnert Brockmann Autofahrer unmissverständlich an ihre Pflichten aus der Straßenverkehrsordnung. Klar sei deshalb auch, dass in der engen Lerchenstraße kein Auto gegenüber einer Einfahrt abgestellt werden darf.

- Die für die Bundesstraße zuständige Landesbehörde Hessen Mobil will nächste Woche bei einem Ortstermin in Waldacker ausloten, ob größere Sperrflächen möglich sind. Dann will Hessen Mobil auch mit der Markierung von Mittel-, Begrenzungs- und Zebrastreifen beginnen. Diese Arbeiten hinken dem Zeitplan zwei Wochen hinterher.

Quelle: op-online.de

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