Gehweg im Westen viel zu teuer?

Waldacker - (lö) Auch zwei Wochen vor dem angestrebten Parlamentsbeschluss zur B 459 steht noch nicht endgültig fest, wie die Ortsdurchfahrt Waldacker nach dem Umbau aussehen soll. Bei der Bürgerversammlung am Donnerstagabend machte Bürgermeister Roland Kern deutlich, dass Änderungen bis zuletzt eingearbeitet werden können.

Grund ist natürlich das liebe Geld: Das Planungsbüro VKT veranschlagt die Gesamtbruttokosten auf 1,7 Millionen Euro und den Rödermärker Anteil auf rund 880 000 Euro abzüglich etwa 70 000 Euro an Zuschüssen. Den etwas kleineren Rest finanziert der Bund. Der Neubau eines Bürgersteigs auf der Westseite der Hauptstraße würde rund 270 000 Euro kosten und müsste allein von der Stadt bezahlt werden.

Diesen dicken Brocken will nun auch die CDU/FDP-Koalition sparen, die ihn am 9. Juni noch beschlossen hatte. „Nach diesem Gehweg hat keiner gerufen. Da müssen wir einfach die Kosten-Nutzen-Relation sehen“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Gensert gegenüber unserer Zeitung.

Sieht man einmal von den Kosten und ihrer Verteilung ab, brachte die Bürgerversammlung in puncto Ortsdurchfahrt wenig Neues. Die Bürgerinitiative „Hauptstraße Waldacker“, erklärter Gegner einer dritten Bushaltestelle und eines kombinierten Rad- und Fußwegs, und die Befürworter eben dieser Dinge tauschten einmal mehr bekannte Standpunkte aus („Verkehrsbremse Bus-Caps“ beziehungsweise „illegaler Dauerparkplatz Mehrzweckstreifen“).

Bürgermeister Kern machte aus seiner persönlichen Sympathie für die Haltestelle „Waldacker Nord“ und den Radweg keinen Hehl. Gleichzeitig nannte er die von der Koalition beschlossene Umbauvariante einen „sehr gut nachvollziehbaren demokratischen Prozess“.

Das - wahrscheinlich - letzte Wort hat am 15. September die Stadtverordnetenversammlung. Die Zeit drängt, den Zuschussanträge müssen vor dem 30. September gestellt werden.

Quelle: op-online.de

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