Geimpft gegen Trübsal, Unlust und Sorgen

+
In Zeiten von H1N1 passt man sich notgedrungen an: Statt mit einem Schwur wurde der Elferrat der KSVFastnachter mit einer Gruppen-Schluckimpfung ins Amt eingeführt.

Urberach (chz) ‐ „Orwisch hellau!“ Auch wenn nicht gerade fastnachtsinfizierte Zeitgenossen es kaum glauben mögen: Seit dem 11. 11. regiert Gott Jokus wieder, zumindest übt die Narrenschar allüberall schon für die neue Kampagne.

In die startete am Samstagabend auch die Karnevalsabteilung des KSV Urberach.

Hier regieren jetzt wieder die roten Jacken, und Sitzungspräsident Sebastian Popp begrüßte seinen diesjährigen Elferrat, meist erfahrene Fastnachter, die mit Ausnahme des in Urlaub weilenden Heinz Harenberg bei der Kampagneneröffnung auch alle auf die Bühne kamen: Martin Behnicke, Claudius Lamprecht, Holger Behnicke, Klaus Strache, Richard Kreis, Lars Löbig, Klaus-Peter Maas, der Jüngste André Frank, Toni San Nicolo, Tomas Kühn, Bardo Suderleith und schließlich der närrische Abteilungsleiter Bastian Lamprecht.

In Zeiten grassierender Schweinegrippe wurden die Elfer diesmal auch nicht wie üblich eingeschworen, sondern bekamen eine Gruppen-Schluckimpfung: Mit 11,11 Milligramm Kräutern gegen Trübsal, chronische Unlust, Traurigkeit, Kummer und Sorgen sorgt das Zuckerle mit der hochprozentigen Mixtur angeblich für immerwährendes Lächeln und wurde vom medizinischen Fachpersonal in kräftiger Gestalt von Fräulein Doctorandus Ludmilla alias Thomas Kochendörffer auch alsbald verabreicht: „Ihr seid mit dieser Impfung jetzt in Dienst gestellt!“

Erste Rakete gab´s für Tanz zum Flieger-Lied

Die erste Rakete der neuen Saison bekam die Minigarde für ihren schwungvollen Tanz zum Flieger-Lied, und auch die Midi- und die Maxigarde machten es den Jüngsten nach und präsentierten ihre aktuellen Showtänze. Lorena Diaz-Martinez stellte ihren neuen „Clip-Dance“ vor.

Von Melitta mit dem Akkordeon begleitet, debütierte Andi Wick auf der KSV-Bühne mit einem musikalischen Vortrag über die Absonderlichkeiten einer Fastnachterfamilie, und wo er noch nach dem richtigen Ton suchte, half das Publikum bei den bekannten Ohrwürmern schon mal kräftig mit. Die Wortbeiträge waren diesmal von der Jugend bestimmt: Florian Althaus strapazierte ebenso wie Angela Ziegert und Ann-Kathrin Geis in ihrem Zwiegespräch über allzeit brisante Themen die Lachmuskeln der noch recht dünn gesäten Zuschauermenge.

Nun gibt‘s erst mal eine längere Pause, doch dann geht's bei den KSV-Fastnachtern in der Turngartenstraße los. Die Höhepunkte der Kampagne sind die beiden Fremdensitzungen am 23. und 30. Januar, das Fastnachtstreiben der Gymnastikfrauen am 13. Februar und der Orwischer Rosenmontagszug am 15. Februar.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare