Gemeinde vor großen Aufgaben

Mit 18 Jahren ist Jörg Brenner (links) der Jüngste, mit 61 Jahren Vera Süß die älteste Kandidatin. Foto: Ziesecke

Urberach - (chz) Eine Abendandacht, die unter dem Thema „Qual der Wahl“ - vor allem der Kirchenvorstandswahl am 21. Juni - stand, eröffnete die Gemeindeversammlung der Petrusgemeinde. Die Vorstellung der Kandidaten war eines von mehreren wichtigen Themen.

Kirchenvorstandsvorsitzende Carmen Brößler und Kirchenvorsteher Markus Domschke gaben einen Überblick über die Arbeit des Vorstands seit der Neubesetzung der Pfarrstelle mit Sonja und Oliver Mattes. Bei der Kirchenvorstands-Klausur im November hatte die Neugestaltung des Konfirmandenunterrichts und die Verkürzung von zwei Jahren auf nunmehr ein Jahr ab 2011 im Mittelpunkt gestanden.

Sorgen bereiten den Urberacher Protestanten vor allem die noch offenen Schulden für den Gemeindehaus-Umbau sowie die Kosten für die dringend notwendig gewordene Renovierung des Pfarrhauses, dazu kommt die Überholung des Kirchendaches.

Höher als zwingend nötig sind die Personalkosten der Gemeinde, die auf eigene Entscheidung hin mehr Mitarbeiter beschäftigt als nötig. Höher als in den Vorjahren fallen wie überall die Energiekosten aus, niedriger sind dagegen die Einnahmen aus Kirchensteuern. Dies bedingt Einsparungen an allen machbaren Stellen sowie die verstärkte Notwendigkeit von Spenden und Projekten zur Erlangung zusätzlicher Einnahmen. „Hier müssen wir noch kreativer werden“, forderte Carmen Brößler.

Vor neue Aufgaben wird die Gemeinde auch durch die Schließung des Gallusheimes gestellt. Hier hat der Kirchenvorstand entschieden, enger zusammenzurücken, um „heimatlosen“ Gruppen der katholischen Kirchengemeinde Raum bieten zu können.

Ein besonderer Schwerpunkt der letzten Monate war die Vorbereitung der Neuwahl der Kirchenvorstände in allen 1 200 Gemeinden der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Die evangelischen Gemeindeglieder in Urberach haben dabei die Wahl zwischen 19 Kandidatinnen und Kandidaten. Bis auf zwei Kirchenvorstände, die mit dem Ablauf der Wahlperiode aus ihrem Amt ausscheiden, sind alle derzeitigen Gemeindevertreter auf den neuen Stimmzetteln neben neuen Kandidaten wieder zu finden: Angelika Archinal, Jörg Brenner, Carmen Brößler, Markus Domschke, Kyra Fuest, Doris Huber, Petra Müller, Erika Neudert, Christiane Pforr, Karsten Ruthenberg, Dieter Schäfer, Herbert Schäfer, Marita Schaefer, Vera Süß, Holger Vierkant und Dirk Völker erläuterten, was ihnen an der Petrusgemeinde gefällt und in welchen Aufgabengebieten sie mitarbeiten möchten.

Offenheit und Lebendigkeit der Petrusgemeinde wurde durchgehend als wichtigstes Argument für eine ehrenamtliche Mitarbeit angeführt; häufig ist bereits ein Engagement in der Gemeinde die Grundlage für die Kandidatur. Mit 61 Jahren ist Vera Süß die älteste Kandidatin - die Rentnerin arbeitet seit 2003 bereits im Personalbereich mit und wurde 2004 in den Kirchenvorstand nachberufen. Jüngste Kandidaten sind der 19-jährige angehenden Programmierer Karsten Ruthenberg der 18-jährige Schüler Jörg Brenner: Wie Ruthenberg auch, arbeitet er schon länger in der Jugendarbeit mit, und als ihn Gemeindepädagogin Elke Preising für den Kirchenvorstand vorschlug, lautete seine Antwort: „Warum eigentlich nicht? Ich kann‘s ja mal probieren!“

Quelle: op-online.de

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