Gemeinsam in der grünen Mitte Farbigkeit ist ansteckend

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Früh übt sich, wer in ein paar Jahren selbst beim Abend der Kirchenmusik mitspielen möchte.

Ober-Roden - (chz)  Was für die Bürger von Rödermark vor zwei Jahren eine Premiere war und viel Lust auf noch mehr geweckt hat, haben die fünf Rödermärker Kirchengemeinden jetzt auch im Kleinen auf die Beine gestellt: ein ökumenisches Kirchenfest für die ganze Stadt.

Christen aller Konfessionen und aller Generationen begegneten sich auf dem Kirchenfest.

Schien es anfangs schwer vorstellbar, dass alle fünf Rödermärker Ortsteile in der Grünen Mitte gemeinsam feiern würden, so wirkte auch die erste Idee, alle fünf Kirchengemeinden für ein gemeinsames Programm zu begeistern, beinahe gewagt. Doch die Hauptamtlichen machten Nägel mit Köpfen, die Kirchenvorstände, Ältesten- und Pfarrgemeinderäte stimmten zu und zahllose Ehrenamtliche trugen die Verwirklichung mit. Gemeinsam musizieren, gemeinsam Andacht halten und vor allem gemeinsam feiern sind drei der vielen Möglichkeiten gelebter Ökumene. So wurde das Wochenende in der Grünen Mitte ein Fest voller Gemeinschaft und guter Wünsche für die Zukunft.

Stoffbänder, von den Gottesdienstbesuchern an eine symbolische hölzerne Brücke geknüpft, übermittelten die Wünsche der Christen für die ökumenische Vielfalt vor Ort.

Der erste ökumenische Stadtkirchentag, wie ihn der Vorbereitungskreis sich vorgestellt hatte, kam einem Kirchentag in Miniatur nahe. Der Zeltgottesdienst, den alle fünf Rödermärker Geistlichen - Pfarrerin Sonja Mattes, die Pfarrer Klaus Gaebler, Elmar Jung, Oliver Mattes und Matthias Welsch sowie Pastor Jens Bertram - gemeinsam feierten, stellte die Menschen einander vor und brachte sie in mancherlei Aktion rund um die Geschichte des alten Brückenbauers und des Regenbogens näher. Eine weitere Premiere: Gleichzeitig fand in der Weidenkirche der ersten ökumenische Kindergottesdienst für ganz Rödermark statt.

Die Schola der Pfarrgemeinde St. Nazarius, begleitet von der Band „Worship2gether“, führte unter Leitung von Ruth Zander ein Mini-Musical rund um Lazarus auf.

Die Band „Worship2gether“ sorgte für viel frische Musik, ehe sich vor dem Zelt der Markt der Möglichkeiten öffnete, auf dem sich Gruppen vorstellten und von erfrischenden Cocktails über Second-Hand-Bücher bis zu Puppentheater viel für Jung und Alt anboten. Der Musikverein 03 Ober-Roden, die Ballettschule Götz sowie Flötengruppe und Messdiener der Gallusgemeinde sorgten für ein buntes Programm, bei dem auch keiner Durst und Hunger leiden musste. Mit einer Andacht in der Weidenkirche endete das bislang einzigartige Fest, das nur etwas unter der drückenden Hitze litt, aber bald eine Neuauflage erfahren wird.

Quelle: op-online.de

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