Geschichte unter freiem Himmel

+
Eduard Dutiné, Norbert Cobabus und Herbert Schrod vom „Dokuzentrum T & N“ (von links) führten die Kreisbeigeordnete Claudia Jäger durch die kleine Ausstellung im 1996 aufgegebenen Telenorma-Verwaltungsbau. Sie wollen die Dokumentation der Urberacher Industriegeschichte aber auch vor dessen Türen präsentieren und freuten sich über die Finanzspritze der Stiftung „Miteinander leben“.

Urberach ‐ Das „Dokuzentrum T & N“ unternimmt einen zweiten Anlauf, um seine Ausstellung zur Urberacher Industriegeschichte zu vergrößern. Der Hof vor dem ehemaligen Verwaltungsgebäude, der „Villa“, soll zum Freiluftmuseum werden, der kleine Verein rechnet mit Kosten zwischen 30.000 und 35.000 Euro, berichtete Vorsitzender Norbert Cobabus. Von Michael Löw

Die Stiftung „Miteinander leben“ beteiligt sich mit 5000 Euro daran. Kreisbeigeordnete Claudia Jäger, die stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsvorstands, brachte gestern den symbolischen Scheck in der Ober-Rodener Straße vorbei.

Vor drei Jahren hatte der Verein ein Industrie-Museum im Keller geplant. Das Projekt scheiterte nicht zuletzt an den Kosten. Jetzt hat sich für den Antragsteller allerdings eine Alternative gezeigt. Direkt neben der „Villa“ baut Grundstücksbesitzer Alfons Keck das „Bistro Normalzeit“, dessen Name an die frühere Industriegeschichte erinnert. Zwischen dem Bistro und vor dem Wohnzimmertheater „THEATER & nedelmann“ entsteht eine circa 120 Quadratmeter große Freifläche. Diese wird für 15 Jahre miet-, nutzungs- und folgekostenfrei zur Verfügung gestellt.

Derweil verputzten Weißbinder die Wand des neuen „Bistro Normalzeit“, dessen Name sich aus der alten Firmenbezeichnung „Telefonbau & Normalzeit“ ableitet.

Da eine Außenwand des Bistros genutzt werden kann, muss das „Dokuzentrum“ nur zwei Wände finanzieren. Mit einem Eingangstor ergibt sich so ein eingefriedetes Terrain. Auf der Ausstellungsfläche, die sich den vier Epochen widmet, plant der Verein verschiedene Blickfänge: Eine große Doppelvitrine in Form eines Telefonhörers bezieht sich auf die Zeit analoger Kommunikationstechnik. Kleine rechteckige Vitrinen sollen das Wahlfeld eines digitalen Telefonapparates symbolisieren. Eine Telefonzelle soll aufgestellt und mit einer audiovisuellen Einheit ausgestattet werden. Im Hofbereich sollen künstlerisch gestaltete Sitzgelegenheiten in Form eines Telefonhörers zum Hinsetzen und einer übergroßen Wählscheibe als Tische zum Verweilen einladen. Texttafeln ergänzen und erläutern die audiovisuellen Eindrücke. Die Gestaltung des Außenbereichs soll noch Frühjahr beginnen. Dann fließt auch echtes Geld aus dem Kreishaus.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare