Gewerbeverein empfiehlt Fitnessstudio

Rödermark - (bp) Der Gewerbeverein Rödermark hat sich in seiner letzten Sitzung am vergangenen Mittwoch einstimmig für ein Fitnessstudio im Bahnhof Ober-Roden ausgesprochen. Wie berichtet, gibt es zurzeit zwei konkurrierende Nutzungskonzepte für das marode und leer stehende Gebäude.

Der Boulevard-Promi Michael Prinz von Anhalt aus Großzimmern will seine Fitness- und Aerobic-Kette „Killer-Sports“ im Bahnhof etablieren. Thilo Gotta, Andreas Reusch und Alexander Kutschera möchten das Gebäude aus dem Jahr 1890 hingegen als künftigen Sitz ihrer Steuerberatungsgesellschaft Con Trust GmbH nutzen und von der Max-Planck-Straße dorthin ziehen.

Die Stadt hatte die Liegenschaft - inklusive 5 500 Quadratmeter nördlich des Gebäudes - im Juli 2008 für 400 000 Euro von der Bahn erworben. 250 000 Euro wollte sie beim Verkauf erzielen. Davon sind die Angebote beider Interessenten weit entfernt. Beide Investoren sehen vor, das Gebäude auch gastronomisch zu nutzen. Die Stadtverordnetenversammlung möchte nächsten Dienstag über den Zuschlag entscheiden.

Auf Anfrage unserer Zeitung begründete der Gewerbevereinsvorsitzende Manfred Rädlein die Empfehlung des Vereins. Im Zuge der Untersuchungen zur Ortskernentwicklung sei festgestellt worden, „dass wir Anker-Geschäfte brauchen, die andere anziehen.“ Auch das jüngste Einzelhandelskonzept spreche sich für „aktive Geschäftsräume im Bahnhof Ober-Roden“ aus. Diese Vorgaben erfülle das Fitnessstudio zu 100 Prozent. Es stehe einem großen Kundenkreis und - im gastronomischen Bereich - der Öffentlichkeit täglich bis in die späten Abendstunden hinein offen.

Der Betreiber sei „eine schillernde Persönlichkeit, dessen Unternehmen für die Stadt Rödermark in der Region werben könnte“, sagte der Gewerbevereinsvorsitzende. Der Vorstand habe überdies großes Vertrauen in die Beständigkeit des gastronomischen Angebots der Fitnessstudio-Kette. „Die haben da Übung drin.“

Finanziell ist für die Stadt bei beiden Nutzungsvorschlägen nicht viel zu holen. Ein Verkauf an Con Trust würde gut 18 000 Euro in die Stadtkasse spülen, beim Zuschlag an den Prinzen blieben hingegen etwa 30000 Euro Kosten an der Stadt hängen.

Die FDP favorisiert Prinz Michael und sein Fitness-Studio. Alle übrigen Fraktionen halten sich bisher bedeckt. Das gilt auch für Bürgermeister Roland Kern und den Ersten Stadtrat Alexander Sturm.

Quelle: op-online.de

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