Die OFFENBACH-POST fragt ihre Leser

Einkaufsstadt: Wo gibt es wirklich gute Angebote?

Rödermark - Das Einzelhandelskonzept, über das unsere Zeitung am Samstag berichtete, liefert reichlich Diskussionsstoff.

Das Büro „Stadt + Handel“ hat zum Beispiel festgestellt, dass die Rödermärker zwar überdurchschnittlich viel Geld in Portemonnaie haben, es aber lieber in anderen Orten ausgeben. Die Umfrage unter 400 Bürgern kam außerdem zu dem Ergebnis, dass die Ober-Röder mit dem Angebot in ihrem Stadtteil unzufriedener sind als die Urberacher und dass die andernorts als Allheilmittel gepriesene Ansiedlung eines Elektronikmarktes sich hier nicht rechnet. Zu den Stärken des heimischen Handels zählt „Stadt + Handel“ die große Zahl an inhabergeführten Geschäften und die gute Versorgung mit Lebensmitteln.

Wir wollen jetzt von unseren Lesern wissen, wie sie den Rödermärker Einzelhandel einschätzen: Was sind seine dicksten Pluspunkte? Wo liegen seine Schwächen? Ist Rödermark mit seinen zwei großen und drei kleinen Stadtteilen tatsächlich ein sogenanntes Mittelzentrum, von dem Kunden ein breites Angebot erwarten?

Lassen Sie uns Ihre Meinung wissen! Diskussionsgrundlage bieten die ersten Beiträge hier auf op-online.de:

Dort schreibt „Murmel“: „In allen Nachbarkommunen gibt es Vollsortimenter mit frischen Produkten aus der Region. Rödermark hingegen setzt einen Billigladen neben den anderen. Da muss man sich doch nicht wundern, wenn Menschen aus Rödermark zum Edeka nach Münster oder Dudenhofen, ins Einkaufsparadies nach Egelsbach oder anderswohin fahren. Im Rathaus-Center in Dietzenbach bekommt man auch die vermisste Unterhaltungselektronik. Wir sind bestens versorgt, nur eben nicht aus Rödermark. Es gibt sehr viel kleinere Kommunen, in denen der Einzelhandel nicht so tot is. Kundenfreundlichkeit wird nur bei einigen großgeschrieben, das ist Fehler Nummer eins. Der zweite liegt in der hoffnungslos unattraktiven Stadtgestaltung. Braune trostlose Bänke, schmale Bürgersteige, wenig das blüht und viele vernachlässigte Häuser. “

„Franzi Alter“ braucht nicht unbedingt jedes Geschäft in ihrer Heimatstadt, denn fast jeder hat ein Auto. „Wenn Sie möchten, fahren Sie doch (auch) dort hin“, entgegnet sie „Murmel“. Sie habe es gerne beschaulich in der Stadt. Rödermark sei mit dem Kaufland, das zahlreiche Kunden aus allen möglichen Städten anzieht, zwei Netto, zwei Aldi, einem Lidl und bald auch noch einem Rossmann recht gut versorgt. Die Einkaufsmöglichkeiten in Eppertshausen oder Dietzenbach sind - je nach Wohnort in Rödermark - manchmal schneller zu erreichen als die im Ort, denkt „Franzi Alter“ über Stadtgrenzen hinaus.

Angesichts der fast 40 Millionen Euro, die die Rödermärker laut „Stadt + Handel“ 2016 andernorts ausgegeben haben, zweifelt „Anni Moll“ an der Lage einiger Geschäfte: „Die beiden Märktezentren sind fußläufig nicht so gut zu erreichen.“ Deshalb würden viele Kunden ins Auto steigen, was leicht in den Nachbarstädten enden könne. „Anni Moll“ fragt sich deshalb, welches Angebote fußläufige Kundschaft in die Innenstädte bringen kann.

Wir sind gespannt auf Ihre Beiträge hier auf unserer Seite. Genauso willkommen sind sie aber auch mit einer E-Mail an red.rodgau@op-online.de oder ganz klassisch per Fax an 06106/3541. (lö)

Quelle: op-online.de

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